Zwölf Stunden Einsätze und Infos

Twittergewitter über Bremen: Feuerwehr lässt tief blicken

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Auf ihrem Twitter-Account erklärte die Feuerwehr beim Twittergewitter auch, welche Abkürzungen die Einsatzkräfte nutzen.

Es zieht ein Sturm über Bremen: Zum europäischen Tag des Notrufs am Montag twittert die Berufsfeuerwehr zwölf Stunden von jedem Einsatz, der über einen reinen Rettungsdienst hinausgeht. Zudem gibt es zwischen 8 und 20 Uhr Infos über die Teams und erhellende Erkenntnisse.

Die Bremer Einsatzkräfte sind dabei eines von 41 Teams, die sich bundesweit an dem „#Twittergewitter“ beteiligen. Initiiert wurde das Projekt von den Feuerwehren in Bremen, Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt am Main und München. Der allgemeine Hashtag lautet „#112live“, in Bremen läuft alles über das Schlagwort „#bremen112“.

„Die gemeinsame Aktion soll auf die Arbeit der Berufsfeuerwehren und den Nutzen des Notrufs hinweisen“, wird Karl-Heinz Knorr, Leiter der Bremer Feuerwehr, in einer Pressemeldung zitiert. Neben den Einsatz-Meldungen aus dem gesamten Stadtgebiet sollte es am Vormittag um Tipps beim Absetzen von Notrufen sowie um Statistiken und die Darstellung der Berufsfeuerwachen gehen. Für den Nachmittag waren Tweets über Einstiegs- und Ausbildungsmöglichkeiten bei der Feuerwehr geplant.

Neben mehr Aufmerksamkeit für die eigene Arbeit nutzt die Bremer Berufsfeuerwehr das Twittergewitter bewusst, um neue Mitglieder zu werben. „Da derzeit mehrere Stellenausschreibungen veröffentlicht sind, bietet sich hier ein weiterer Weg der Kommunikation“, sagt Ronald Lengfeld, Leiter der Personalstelle.

Auf Nachfragen ihrer Follower reagieren die Beamten mit weiterführenden Links oder humorvollen Anekdoten. Solange es nicht um Leben und Tod geht, ist diese Mischung bei einigen deutschen Feuerwehren und vielen Polizeistationen in Deutschland ein gern genutztes Mittel, um auf Twitter Präsenz zu zeigen. Während des Gewitters kam zudem der stetige Austausch zwischen den beteiligten Teams hinzu.

Ungewöhnlich: Der Twitter-Account der Bremer Berufsfeuerwehr ist als inoffiziell und „im Aufbau befindlich“ gekennzeichnet, obwohl er bereits seit Juli 2017 besteht. Auch die Polizei in Bremen hatte ihren Account in dem sozialen Netzwerk erst kürzlich „wiederentdeckt“ und ist seitdem mit einem festen Team zuverlässig auf Twitter aktiv.

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