Meine Meinung

Soldat Struppi – ab an die Front!

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chili-Reporterin Aline Knake

Der Mensch ist grausam. Das wissen wir ja. Wer es vergisst, wird daran erinnert, sobald er den Fernseher anschaltet oder die Zeitung aufschlägt. So habe ich vor kurzem einen Artikel gelesen, der mich als Tierliebhaberin echt schockiert hat.

Von Aline Knake (18 Jahre) aus Syke

Es ging um die Militärhunde der US-Armee, die auch im Einsatz gegen Osama bin Laden eingesetzt wurden. Mein Entsetzen begann schon, als ich die Bilder sah. Sie zeigten Hunde, die aus Helikoptern abgeseilt wurden. Das sei gar nicht schlimm, las ich. Hunde könnten Höhen nicht abschätzen, und der Flug würde ihnen sogar gefallen. Ich bin zwar keine Expertin, aber ich erinnere mich gut, wie unser Hund mal aus dem Fenster im ersten Stock gesprungen ist. Er ist zum Glück auf dem Vordach gelandet. Ich mag mich täuschen, aber wie er sich winselnd und mit eingezogenem Schwanz an den Dach-ziegeln festkrallte, sah er nicht aus, als würde er den Ausblick genießen.

Haben die Militärhunde erst mal den „angenehmen“ Flug überstanden, geht die Mission für sie weiter. Ausgerüstet mit Kameras, werden sie durch Gebäude geleitet, in denen sich Terroristen aufhalten könnten. Hunde müssen in vermintem Gebiet vorausgehen und Sprengsätze aufspüren.

Ich finde es erschreckend, wie schamlos die Treue und der Gehorsam dieser Tiere ausgenutzt werden. Schlimm genug, dass das nicht verboten ist – aber dann wird auch noch so verschönt darüber berichtet, als ginge es um einen Hunde-Action-Film, der den Hauptfiguren großen Spaß macht. Auch viele andere Tiere werden für den Einsatz im Krieg ausgebildet. Wer möchte, kann ja mal „Delfine im Krieg“ googlen.

Dass es anders geht, zeigten Soldaten, die in Afghanistan Straßenhunde aufnahmen und sich um sie kümmerten. Und doch werden Menschen – die sich ja für klüger und mächtiger halten – nicht aufhören, Tiere auszubeuten. Und andere Menschen werden tatenlos zusehen. Ich will mich da nicht ausschließen. Immerhin studiere ich an einer Uni, in der Affen Elektroden ins Gehirn gesteckt werden. Vielleicht gen-manipulieren wir die Tiere ja irgendwann so weit, dass sie sich wehren können. Wie die Affenforscherin und Friedensaktivistin Jane Goodall so schön sagte: „Wenn die Schimpansen uns in Raketen stecken könnten, würden sie wahrscheinlich hoffen, dass die Raketen niemals zurückkehren.“

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