Verlockende, aber gefälschte Angebote

Scam-Gefahr: Finger weg von Konzerttickets auf Facebook

Ihr kennt sicherlich den großzügigen nigerianischen Prinzen, der euch was von seinem Vermögen abgeben möchte. Aber erstmal müsst ihr eine Summe überweisen. Total logisch. Dieser Vorschussbetrug (Scam) wabert auch durch die sozialen Netzwerke  – besonders bei Ticketangeboten für ausverkaufte Konzerte.

Es nervt: Gefühlte drei Minuten nach Vorverkaufsstart sind die Konzerttickets weg. Vor allem, wenn die Lieblingsband nur ein einziges Deutschlandkonzert gibt. Auf den entsprechenden Veranstaltungsseiten auf Facebook tauchen nur wenig später allerhand Angebote für die begehrten Tickets auf, zum Beispiel so:

„Für das Konzert sind noch zwei Tickets erhältlich. Vielen Dank und einen schönen Abend.“

Oder so:

„Verkaufe 2 Tickets für das einziges Konzert im Rahmen der Welttournee. Der Preis ist inklusive Versand und Paypalgebühren. Abholung auch möglich.“

Scam: Geld gegen nicht existente Ware

Was auf den ersten Blick noch verlockend aussieht, entpuppt sich schnell als Betrugsmasche, die Scam genannt wird. Der Vorschussbetrug bezieht sich auf angebotene Leistungen oder Waren, die im Voraus bezahlt werden sollen, aber natürlich nicht existieren. Für Scam auf Facebook oder in anderen sozialen Netzwerken gibt es einige Anzeichen.

So erkennt ihr Scam auf Facebook

- Die Profile der „Verkäufer“ sind oft sehr nichtssagend, da sie Fake sind.

- Die Abholung der Konzerttickets ist nicht möglich, da der „Verkäufer“ zufällig gerade im Urlaub ist oder im Ausland studiert.

- Es wird in schlecht übersetztem Deutsch geschrieben.

- Die „Verkäufer“ bieten lächerlich niedrige Preise für Tickets an.

- Die Bezahlung soll per einfacher Überweisung oder mit der „Überweisung an Freunde und Familie“-Funktion bei PayPal erfolgen. Das bietet keinerlei Sicherheit, die Kohle wäre weg.

- Die Betrüger bieten die Tickets zahlreichen Menschen an, die auf der Suche nach Karten sind.

- Um Vertrauen zu gewinnen, bieten die Betrüger an, ihre Ausweisdaten zu übermitteln. Oftmals wird verlangt, dass ihr ebenfalls ein Fotos eures Ausweises sendet. Das darf auf keinen Fall gemacht werden! Die Betrüger können so Fake-Profile erstellen und weitere Online-Verbrechen in eurem Namen begehen. 

Bauchgefühl gegen Betrug

Natürlich gibt es auf Facebook auch reale Menschen, die Tickets aus naheliegenden Gründen abzugeben haben. Allerdings sollten die Profile genau gecheckt und konkrete Fragen zu den Tickets (genaue Plätze, Abgabegrund etc.) gestellt werden. Sollte euch irgendwas komisch vorkommen, lasst die Finger weg. Manchmal hilft auch das gute alte Bauchgefühl, um Betrüger zu erkennen. 

Rubriklistenbild: © imago/Science Photo Library

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