Smarte Toilette, aufrollbare Fernseher, Roboterhaustiere

Technikmesse CES: Das sind die Neuheiten

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Schmuckstück - der 8K-Fernseher von LG.

Von Jörg Heinrich - Ein Koffer, der seinem Besitzer automatisch folgt. Der eigene Finger als Telefonhörer. Oder der erste aufrollbare Fernseher. Das sind nur drei der Highlights der weltgrößten Technikmesse CES, die gerade in Las Vegas zu Ende ging. Wir stellen einige der spektakulärsten Neuheiten vor.

Smart Home: Praktisch alle Hausgeräte sollen miteinander vernetzt werden – und sich dann per Smartphone, Uhr oder Stimme steuern lassen. Der Sinn ist in manchen Fällen fraglich. Wenn Apples Assistentin Siri, die nicht mit allzu viel Intelligenz gesegnet ist, per Sprachbefehl die Wassertemperatur regelt, herrscht akute Verbrühungsgefahr. Doch an Ideen fehlt es den Entwicklern nicht. Bei Whirlpool ruft der Backofen aus dem Internet den perfekten Temperaturverlauf für jedes Rezept auf, und steuert die Beheizung entsprechend. 

Der schlaue Rauchmelder Onelink Safe & Sound sorgt gleichzeitig als vernetzter Lautsprecher für Unterhaltung. Wichtigste virtuelle Assistentin wird Amazons Alexa, mit der sich künftig auch Mikrowelle oder Waschmaschine steuern lassen – oder sogar die Toilette. Das Smart-WC von US-Hersteller Kohler bietet berührungsloses Spülen per Alexa, Nachtbeleuchtung, Sitztemperatur-Management und automatische Reinigung (von Toilette und Po). 

Berührungsloses Spülen per Alexa und automatische Reinigung (von Toilette und Po) bietet das Smart-WC.

Fernseher: Samsungs Neuheit „The Wall“ („Die Mauer“) ist der erste modulare Fernseher, der sich aus einzelnen Bildschirm-Kacheln zusammensetzen lässt. So können Kunden ihre optimale Größe flexibel und kostengünstig bestimmen. Das ist aber ebenso Zukunftsmusik wie der aufrollbare Fernseher von LG. 

Die Gegenwart sieht so aus: Während die Hersteller auf der CES bereits 8K-Fernseher zeigten, gibt es in Deutschland praktisch noch keine Sendungen für den Vorgänger 4K, die große CES-Neuheit aus dem Jahr 2012. Die TV-Geräte aus Las Vegas: Mehr Science Fiction als Realität. 

Der aufrollbare Fernseher von LG.

Der Rest: Das Smartuhr-Armband Sgnl macht den Finger zum Telefonhörer, der Schall wird über die Schädelknochen übertragen. Das Acer Swift 7 (ab 1.000 Euro) hat als dünnstes Notebook der Welt auf neun Millimeter abgespeckt. Die Schlafmatte Nokia Sleep (100 Euro) vergibt Noten für gesunden Schlaf und steuert den Haushalt – wer ins Bett fällt, macht dadurch automatisch alle Lampen aus. 

Die schlaue Hunde- und Katzentür Petwalk aus Österreich (ab 1.600 Euro) lässt die Viecherl bei Regen, wenn sie nass und schmutzig sind, einfach nicht rein. Immer sauber ist Sonys Roboterhund Aibo (1.500 Euro), der jetzt genauso süß und liebesbedürftig sein soll wie ein echter Vierbeiner. 

Der Travelmate Robotics (1.100 Euro) ist ein Koffer, der seinem Besitzer mit bis zu 10 km/h hinterher rollt. Er kann außerdem als Sprachassistent ein Hotelzimmer oder einen Tisch im Restaurant buchen. Und Moodoo (200 Euro) ist eine Art Nespresso-Maschine für den Raumduft. Aroma-Kapseln namens „Göttliche Rose“, „Eukalyptus-Nächte“ oder „Omas Vanille“ lassen sich nach Wunsch mischen – natürlich per Alexa-Sprachbefehl.

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