Die Band "TAINA" tritt am 12. Dezember auf dem „Metal Militia“-Festival in Rotenburg auf

„Manchmal schmücke ich meine Kakteen“

TAINA

Ein nicht ganz ernst zu nehmendes Interview mit der Bremer Band „TAINA“über Weihnachten

Von Alexandra Hübscher (22 Jahre) aus Hoya - Vielen fällt es schwer, sich selbst auf die Schippe zu nehmen. Nicht so den Bandmitgliedern von „TAINA“. Die drei Jungs nehmen das Leben mit Humor. In einem am Ende nicht mehr so ernst zu nehmenden Interview erklären SerZh Aleksandrovitsch („SerZh“), Christoff Vlast („Vlast“) und Anthony Woland („WoLand“) wie sie Weihnachten feiern, warum sie sich nicht gegenseitig beschenken und was sie sich für die Zukunft wünschen.

Wer steckt hinter dem Bandnamen „TAINA“ (russisch Geheimnis)? 

SerZh: „Wir sind ein Trio. WoLand ist für die Vocals, Texte und elektronischen Klänge zuständig. Vlast ist der Drummer und ich bediene die Gitarren.“ 

Worum geht es denn in Euren Liedern?

WoLand: „Sie kreisen oft um die abgründigen Seiten der menschlichen Psyche, um dunkle Geheimnisse, die unser Handeln beeinflussen. Für mich ist es sehr interessant, sich in echte oder auch fiktive Charaktere hineinzuversetzen und aus deren Leben bestimmte Eindrücke, Stimmungen und Bilder zu extrahieren. Wenn ich es schaffe, mit meinen Texten Bilder entstehen zu lassen, sodass ein Song zu einem audiovisuellen Erlebnis wird, bin ich glücklich. Da ich mittlerweile auf Deutsch singe, eröffnen sich mir ganz neue Möglichkeiten. Es ist schön, mit einer Sprache zu arbeiten, die man beherrscht.“

Woher kennt Ihr Euch?

SerZh: „Wir kannten uns schon eine Weile und waren befreundet. Wir hatten immer den Gedanken im Kopf, ein gemeinsames Projekt zu starten, das einen satten Gitarrensound mit vielen Elektro-Elementen und Live-Drums kombiniert. 2011 hatten wir endlich Zeit dazu. Seitdem hat sich an unserer Besetzung nichts geändert.“   

Was inspiriert Euch?

SerZh: „Bei dieser Frage kann ich nur für mich selbst sprechen. Die Inspiration, um einen neuen Song zu komponieren, hole ich mir mittlerweile beim Gitarrespielen. Ganz früher inspirierten mich auch irgendwelche Lieblingsbands, die ich ständig gecovert habe. Diese Bands sind auch immer noch meine Lieblingsbands, keine Frage. Nur als Inspiration würde ich sie nicht mehr bezeichnen.“

VERLOSUNG:

Wir verlosen unter allen chili-Lesern, die bis Freitag, 28. November, um 15 Uhr eine E-Mail mit dem Betreff „Metal Militia“ an chili@kreiszeitung.de schicken, dreimal eine Karte für das „Metal Militia“-Festival am 12. Dezember. Name, Alter, Telefonnumer und Adresse nicht vergessen.

Vlast: „Ich würde das etwas anders beschreiben. Mich kann prinzipiell alles inspirieren. Das liegt aber vielleicht auch daran, dass man mit allem, was Geräusche macht, Rhythmen erzeugen kann. Das kann das Geräusch eines Blinkers im Auto sein, oder das Klopf- muster von Eicheln, die auf einen Wellblechschuppen fallen. Natürlich gehören auch andere Schlagzeuger zu meinen Inspirationsquellen. Hierzu sind Live-Konzerte allerdings deutlich besser geeignet als CD-Aufnahmen.“

WoLand: „Das Leben, Filme, Bücher, andere Bands und vieles mehr. Ich bin ein hoffnungsloser Junkie, was Musikprogramme angeht. Ich kaufe ständig neue Synthesizer, Sampler, Effekte und kreative Werkzeuge jeglicher Art. Dann spiele ich damit und aus einem interessantem Sound oder Rhythmus entsteht plötzlich ein neuer Song. Mal ist es auch ein geiler Riff von SerZh oder ein spannender Beat von Vlast, der mich zu einem Song oder einer neuen Song-Passage inspiriert.“

Welche Musik hört Ihr in Eurer Freizeit?

SerZh: „Meine Musiksammlung ist breit gefächert. Von Klassik bis Black Metal ist alles dabei. Ich denke, viele Menschen suchen sich ihre Musik nach ihren Gefühlen aus. Nur, wer bei welcher Stimmung was hört, sollte man nicht stereotypisieren.“

WoLand: „Industrial, Noise, Ambient, Rock, Metal, Country, Dubstep, IDM, Experimental, Progressive, Pop...“ 

Was macht Ihr neben der Musik?

SerZh: „Wie wahrscheinlich 96,8 Prozent aller Musiker sind wir berufstätig. Musik alleine lohnt sich nur noch für sehr wenige Bands.“

WoLand: „Wenn wir jetzt bei der Kunst bleiben, so gibt es kaum was, das mich im digitalen Bereich nicht interessiert. Ich liebe es, mit Photoshop an irgendwelchen Bildern herumzuwerkeln, Fotos zu machen, Videos zu drehen und zu bearbeiten und sogar ein Computerspiel ist gerade in Arbeit. Ich interessiere mich für so vieles. Schade, dass der Tag nur 24 Stunden hat.“ 

Wieso habt Ihr Euch für Metal entschieden?

WoLand: „Wir machen kein Metal. Ein paar Metal Riffs sind dabei, aber mehr nicht. Ich denke Industrial Rock ist die beste Beschreibung, wenn man Musik unbedingt in irgendeine Schublade quetschen möchte.“  

Was sind Eure Pläne und Ziele für die Zukunft?

Vlast: „Wir arbeiten gerade kräftig an neuen Songs. Im Moment fällt uns viel ein und es macht tierisch Spaß, an dem neuen Material zu arbeiten. Außerdem wollen wir natürlich auch unseren Bekanntheitsgrad steigern. Und womit geht das besser als mit neuen, guten Songs? Wir haben auch ständig neue Ideen für Live-Auftritte und brennen darauf, uns 2015 noch öfter vor großem Publikum zu zeigen.“  

Wie verbringen echte „Metalheads“ Weihnachten?

SerZh: „Ich denke zu diesem Thema kann man sehr viel im Netz finden. Wir sind ja keine Metalheads.(lacht) Mir persönlich bedeutet das Weihnachtsfest nicht allzu viel. Ich gehe auch oft an Weihnachten arbeiten.“

Vlast: „Natürlich feiern wir nicht mit der Band.(lacht) Wäre ja noch schöner. Ich feiere traditionell mit Familie und Freundin.“

WoLand: „Weihnachten mit der Band? Igitt! Nee, wir unternehmen nichts privat. Ich kenne die Leute auch kaum. Unser längstes Gespräch war im Backstage-Bereich beim Casting. TAINA ist eine reine Business-Sache. Solange sich alle an die Verträge halten, und der Rubel rollt, gibt es auch keinen Stress.“  

Was war das beste Geschenk, das Euch je gemacht wurde? SerZh: „Mein goldenes Feuerzeug.“ (lacht)

WoLand: „Zwei tiefenentspannte Tage.“

Vlast: „Mein Werkzeugkasten. Der ist goldwert.“  

Beschenkt Ihr Euch auch gegenseitig? 

SerZh: „Selten.“

WoLand: „Mein Agent sagt, es gehört sich nicht für einen Boss. Damit würde ich Schwäche zeigen.“ 

Habt Ihr Lieblings-Weihnachtslieder?

Vlast: „Ein paar Weihnachtslieder mag ich schon ganz gerne. Mein Lieblingssong ist ,Maria durch ein’ Dornwald ging’. Ehrlich!“  

Habt Ihr irgendwelche alljährlichen, weihnachtlichen Rituale?

Vlast: „In meiner Familie werden die Geschenke immer ausgewürfelt, damit das Auspacken länger dauert.“

WoLand: „Nein. Manchmal schmücke ich meine Kakteen. Aber die sterben dann meistens. Vielleicht liegt es am Schmücken. Oder am Wasserentzug.“ 

Wenn Ihr einen Weihnachtswunsch frei hättet, welcher wäre das dann?

Vlast: „Wie wäre es mit dem obligatorischen Weltfrieden? Oder zumindestens mit einer TAINA-Welttournee?“

WoLand: „Dass für einen Tag alle Menschen absolut ehrlich zueinander sind und sich Höflichkeiten und gespielte Emotionen sparen. Das wäre sicher eine verdammt freakige Erfahrung.“

Worauf dürfen sich Eure Fans bei Eurem nächsten Auftritt freuen? 

SerZh: „Für die morgige Show im Bremer ,Tivoli’ haben wir ein paar Specials vorbereitet. Das Spannendste ist: Wir haben das noch nie geprobt. Es wird sozusagen eine Premiere sein. Wir sind auch sehr gespannt, wie das bei den Fans ankommt.“

Am Freitag, 12. Dezember, tritt „TAINA“ auf dem „Metal Militia“ im Jugendzentrum in Rotenburg auf.  Wenn die Band Dich interessiert, dann schau doch mal auf der Webseite der Gruppe vorbei: www.tainamusic.de 

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