Großartige Grusel-Serie

„Spuk in Hill House“: Das Licht bleibt heute Nacht lieber an

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In Hill House stimmt irgendwas nicht.

Von Mara Schumacher. Wenn ihr Filme wie „The Conjuring“ gruselig findet, solltet ihr die neue Netflix-Serie „Spuk in Hill House“ unbedingt schauen. Aber bloß nicht alleine. Oder abends im Dunkeln. Ist nur ein Tipp...

Ja, der hartgesottene Horror-Fan hat schon fast alles gesehen. Billige Jump-Scares und blutig-brutale Bilder hauen ihn nicht aus den Latschen. Tja, ich dachte, ich gehöre auch zu den Hartgesottenen, was Horrorstoff angeht. Also Licht aus, Netflix an, ab aufs Sofa und mal in „Spuk in Hill House“ reinschauen. 

Erwartet habe ich standardmäßigen Geister-Spuk mit mittelgruseligen Effekten und einer vorhersehbaren Story. Aber nichts da. „Spuk in Hill House“ ist großartig - und vor allem so großartig gruselig, dass ich mir am liebsten die Bettdecke über den Kopf gezogen hätte.

Darum geht‘s

Die fünf Geschwister Nell, Luke, Steve, Shirley und Theo wachsen im alten Anwesen Hill House auf, das später als berühmteste Geistervilla Amerikas in die Geschichte eingehen wird. 26 Jahre später führt die Geschwister ein tragisches Ereignis wieder zusammen und sie müssen sich ihrer Vergangenheit im Hill House stellen.

Die Serie orientiert sich sehr lose an dem Roman „Spuk in Hill House“ von Shirley Jackson, auf dessen Grundlage auch der Film „Das Geisterschloss“ entstanden ist.

Konstant unheilvolle Atmosphäre

Regisseur Mike Flanagan („Before I wake“, „Oculus“) inszeniert aber keine grelle Geisterbahnfahrt, sondern ein tiefgründiges, verschachteltes Familien-Drama. Und das ist bewegend, aufregend und unglaublich gruselig. Wer Horrorfilme im Stil von „Conjuring“ und „Insidious“ mag, ist bei „Spuk in Hill House“ definitiv an der richtigen Adresse. 

Die Serie ist voll mit (kreativen) Schockmomenten, ohne dass diese billig wirken oder mit unnötigen Jump-Scares inszeniert werden. Mike Flanagan schafft es, eine konstant unheilvolle Atmosphäre zu schaffen, die so intensiv ist, dass man zwischendurch den Fernseher ausschalten möchte. Das hab ich nach der fünfte Folge auch gemacht, weil ich mich so dermaßen gegruselt hab, wie ich es lange nicht erlebt hatte. Ich sag nur „der Mann mit dem Hut.“

Existieren die Geister im Haus auf dem Hügel wirklich - oder doch nur in den Köpfen der Geschwister?

Trotzdem hat die zehnteilige Serie unglaubliches Sucht-Potenzial, weil sich im Verlauf viele Fragen ergeben. Ein bisschen Zeit sollte man sich für alle Episoden nehmen, es gibt unheimlich viel zu entdecken und zu verstehen. Denn auch im Hintergrund passieren Dinge... gruselige Dinge.

Regisseur Mike Flanagan rät sogar dazu, die ersten fünf Folgen zweimal zu schauen, um nichts zu verpassen. Das werde ich wohl machen, aber nur mit Licht an! Wer nach „Spuk in Hill House“ nicht ein bisschen an Geister glaubt, der ist selbst Schuld. mas

„Spuk in Hill House“ ist seit 12. Oktober auf Netflix auf Deutsch und Englisch verfügbar.

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