Laberei in Hörbuch-Länge

„Kann deine Sprachnachricht nicht abhören“ – *bekommt Sprachnachricht*

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Achtung, nicht reinbeißen!

Ich verstehe Sprachnachrichten einfach nicht. Akustisch meistens schon, aber was ist der Sinn davon? Wieso hält man sich das Smartphone wie ein Knäckebrot vors Gesicht, um seine hässliche Stimme aufzunehmen, wenn man auch einfach anrufen oder schreiben kann?

In Ausnahmefällen sind die Monologe ja ganz praktisch, zum Beispiel, wenn man gerade gefesselt ist und die Hände nicht frei hat. Könnte ja sein. Ansonsten eskalieren Sprachnachrichten grundsätzlich in 2 Richtungen: 

Es gibt Leute, die nehmen sogar einzelne Wörter auf: „OK“, „JA“. Was soll das? Mein Smartphone ist kein Walkie-Talkie und ich bin nicht auf geheimer Mission. Mayday. Over. 

Dann gibt es die anderen Leute, die nehmen ein halbes Hörbuch auf. Es gibt keine Chance, sich ohne Notizblock alles merken zu können und angemessen darauf zu antworten. Das sind meistens auch die Leute, die auf freundliche Hinweise wie „Ich bin auf der Arbeit und kann Sprachnachrichten nicht abhören“ mit einer weiteren Sprachnachricht reagieren. Fällt mir nix mehr zu ein.

Sprachnachricht: Was wollte ich sagen?

Oft fühle ich mich leider genötigt, auch mit einer Sprachnachricht zu antworten. Aber ich bin einfach nicht dafür gemacht. Vor der Aufnahme bin ich manchmal fast schon nervös, als müsste ich ein Referat halten oder einen Song im Tonstudio aufnehmen. 

Und dann bestehen meine Nachrichten meistens nur aus Halb-Sätzen wie „Und joooa. Hab vergessen, was ich sagen wollte. Aääähmm. Hmmm. Warte mal eben. Achjaaa, übrigens.“ Zwischendurch verspreche ich mich 80 Mal und wiederhole 10 Mal den gleichen Satz. Während der Aufnahme komme ich jedes Mal aus Versehen auf den „Senden“-Button, sodass die Nachricht mittendrin abbricht. Ich hasse es. Ich lese und schreibe lieber. Dafür wurden Chat-Apps ursprünglich auch erfunden, vermute ich mal.

Sprachnachricht: Wie die SMS ans Festnetz-Telefon

Eine Sprachnachricht in der Chat-App ist letztendlich nichts anderes, als eine SMS, die man ans Festnetz-Telefon schickt und die von einer Roboterstimme vorgelesen wird. Macht kein Mensch! Wenn etwas wirklich wichtig und dringend ist, gibt es ja noch diese ominöse Telefon-Funktion. Die hassen wir zwar auch alle, aber da muss man wenigstens nicht die unangenehme Knäckebrot-Pose mit seinem Handy machen.

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