Sommer-Mode:

Heiß oder Scheiß? Das sind in diesem Sommer die Trends für Teenager

"Ich hab nix zum Anziehen!!!" Darum beschäftigt sich chili-Autorin Louisa heute für Euch mit den neuesten Sommer-Trends.

Beim Blick auf die Kalender-App kriege ich einen Riesenschreck. In meinem Kopf poppt ein riesiges, blinkendes Warnschild auf, auf dem in großen roten Lettern „SOMMER!“ steht. Stimmt ja -und ich hab nichts zum Anziehen!

Louisa

Von Louisa Heyne (15 Jahre) aus Scheeßel - Beim Blick auf die Kalender-App kriege ich einen Riesenschreck. Schweißperlen laufen mir über die Schläfen, meine Hände werden feucht – und das hat nichts mit dem Wetter zu tun. In meinem Kopf poppt ein riesiges, blinkendes Warnschild auf, auf dem in großen roten Lettern „SOMMER“ steht. Und ich hab nichts zum Anziehen! Also schnell die beste Freundin geschnappt, und ab zum Shopping! Die große Frage ist natürlich: Was denn jetzt eigentlich?

Die warmen, kuscheligen Farben aus dem vergangenen Jahr haben erst mal ausgedient, jetzt kommen die sogenannten „Candy Colours“ in die Kleiderschränke, hab ich gelesen. Von „Babyblau“ über „Koralle“ bis zu „Zitronengelb“ – also so ziemlich alles, was hell, freundlich, ein bisschen dezent bunt, aber bloß nicht zu knallig ist. Hört sich für mich zuerst mal gut an. Aber auch dieser Modetrend kann ja ratzfatz durch falsches Kombinieren zum Horrorszenario werden. In einer mintgrüne Hose sieht man schnell aus wie ein Krankenpfleger. Und das altrosa Tuch könnte auch als Omis Lieblingsaccessoire durchgehen.

Aber was kann man schon falsch machen mit Trendfarben wie Weiß oder Hellbraun? Nicht viel. Darum: Am besten immer eins der farbigen Pastell-Teile mit was Schlichtem kombinieren und dazu glänzenden Modeschmuck um den Hals, die Arme, in die Ohren oder sonst wohin bamseln. Schon bist Du klamottenmäßig voll im Sommertrend! Die einzige Möglichkeit, so einen Look noch zu killen und in die Spießigkeit abzudriften, wären helle Segelschuhe. Aber wer trägt sowas schon in unserem Alter? Also könnt Ihr auch diesen Sommer beruhigt weiter normale Sneakers oder Ballerinas anziehen.

Na, SPITZE...

Ein heikles Thema, das diesen Sommer plötzlich in den Mittelpunkt rückt, ist: SPITZE. Glaubt man den Designern und Modegurus: Das Allererste, was diesen Sommer gekauft werden muss! Noch vor ein paar Jahren galt das als total peinlich und bieder, jetzt ist Spitze „unverzichtbar“ für modebewusste junge Menschen.

„Süß...“, denken die einen. „Kleinmädchenhaft!“, sagen die anderen und rücken ihren Nietengürtel zurecht. Und da haben wir ihn auch schon: Den vielgepredigten Stilbruch, den ein cooles Outfit braucht. Wem das Spitzenkleid zu romantisch ist, der bringt halt ein bisschen Coolness in seine Optik, indem er es mit einem breiten Ledergürtel, einer groben Jeans- oder Bikerjacke kombiniert. Und wer hätte das gedacht – schon sieht so ein Top aus altem Ballkleid-Material richtig cool aus!

STILBRUCH muss sein

Weiter geht’s mit dem Stichwort „Muster“. Hier darf ich glücklich verkünden, dass endlich und hoffentlich für immer mit den unglücklichen Azteken-Leggings abgeschlossen wird. Die Maya-Muster werden abgelöst von Blümchenprints, Schmetterlingen, Polka-Dots und anderem mädchenhaften Zeugs. Wer Angst hat, durch solche süßen Designs sein cooles Image zu zerstören, der zieht als Gegenmaßname derbe Boots oder dunkelbraune Lederjacke an. Und eins kommt natürlich jedes Jahr so sicher wie das von Oma viel zitierte „Amen in der Kirche“: Retro! Wenn den Modemachern gar nix mehr einfällt, münzen sie alles, was altmodisch ist, in „Retro“ um. So einfach ist das. Diesen Sommer hat es die Jeansbluse erwischt: Man darf sie wieder vorm Bauch zusammen binden wie in den 90ern. Und auch Hippie-Looks, besonders gehäkelte Accessoires und Fransen, kommen wieder.

Altmodisch = RETRO

Also seht zu, dass Ihr Großmuttis Weihnachtsgeschenk vom letzten Jahr wieder ausgrabt, und tut so, als wäre es das neueste Designerteil. Merkt keiner und ist für Euch wesentlich billiger als shoppen zu gehen!

Auf zur nächsten Modeverirrung, die uns diesen Sommer heimsuchen soll: „Jumpsuits“! Oder auch: „Onesies“, „Catsuits“, „Playsuits“, Overalls – viele Namen, eine Bedeutung: Einteiler, beschrieben als „eigenwillig und topmodern“. Sehen echt toll aus, die Dinger – jedenfalls an gephotoshopten Models in Modezeitschriften... In der Realität wirken sie mehr wie übergroße Babystrampler.

Stylischer Strampler

So sieht's aus: Louisa und Sevda probieren Onesies an. Wirklich ein ernstzunehmender Modetrend?

Früher hieß sowas ja „Blaumann“ und war Arbeitskleidung. Jetzt also stylisch „Onesie“. Beim Anprobieren fühle ich mich aber so gar nicht stylisch, sondern wie ein Teletubbie. Schön gemütlich sind die Teile schon – und angeblich gerade der Burner in Hollywood. Aber ist das eine Maßeinheit für Coolness und guten Geschmack? Soll man wirklich als stilbewusster Schüler hier bei uns in so einem Strampelanzug auf die Straße gehen? Nein!!!

Das GEWISSE ETWAS

Aber was nützen diese ganzen Modetrends, wenn jetzt jeder ihnen folgt und am Ende alle gleich rumlaufen? Jedes Outfit braucht ein kleines „gewisses Etwas“, das es besonders macht.

... Ganz klares Nein!

Möglichkeit eins ist: selber basteln. Handarbeit ist in diesem Jahr im Trend. Also: Mut zum Nähen, Sticken, Stricken, Klöppeln und Kleben. Wenn man’s kann: Super. Wenn nicht: Gar nicht. Denn wer will schon mit einer Halskette rumlaufen, die aussieht wie das Werk der vierjährigen Cousine? Sowas ist bei Muttis ja schon grenzwertig, aber für Teenager grenzenlos peinlich.

Möglichkeit zwei ist also: Andere selber basteln lassen. Genug Shops, die sowas anbieten, gibt es ja im Internet. Wo man echte und nicht überteuerte Schätze für den Kleiderschrank finden kann: Auf kleiderkreisel.de.

Handarbeit ist TREND

In diesem Tauschportal könnt Ihr Eure letzten Fehlkäufe oder ausrangierte Sachen loswerden und ein neues Lieblingsteil dafür erstehen. Zum Glück ist die Website kein Geheimtipp mehr, heute stellen täglich mehr als eine Million Mitglieder ihre Sachen online. Die Auswahl an Designerklamotten oder ganz individuellen Stücken ist also echt riesig.

Dann gibt’s dawanda.com – der Klassiker, wenn es um den Aspekt des „andere basteln Lassens“ geht. Auf diesem Portal findet man so ziemlich alles, was man selber nicht im Traum hinbekommen würde und worauf man von alleine auch gar nicht gekommen wäre. Wenn Ihr also auf der Suche seid nach einem Unikat, einem besonderen Accessoire oder nach einem Geschenk, das man nirgendwo sonst findet – einfach mal hier vorbeischauen!

Die besten Sommerteile 2014, auf die ich gestoßen bin:

Im Trend: Bunte Bänder

1.) Bunte Armbänder, knallige Tücher, geflochtene Schals – Hippie- Zeug ist wieder in. Und die coolsten Exemplare der Szene findet man unter „Lauterlabels – Hippielove“ bei dawanda.com.

Im Trend: Wechselbare Gürtelschnallen

2.) Wie viele Gürtel soll ich denn noch kaufen, damit ich endlich mal variieren kann? Einer reicht: Er heißt „Change it!“, und die austauschbaren Designs und Bilder gibt es für Gürtelschnallen und Mützen auf wechselwild.com.

Im Trend: Coole Accessoire-Handtaschen

3.) Mein Accessoire-Liebling dieses Sommers ist die Schallplattentasche „Vinyl-Bag“ vom jungen Label „moski.to“.

Und wenn man dann endlich ganz viele Sachen und Klamotten und Accessoires hat, kann ich Stylefruits.de empfehlen. Am Anfang war die Seite bloß Onlineshopping, jetzt nutzen die User sie für alles mögliche. Vor allem ist sie hilfreich bei der Frage, wie man all seine Sachen am besten kombiniert. Denn hier gibt es für alle Artikel Tipps und Vorschläge, wozu sie gut passen.

Wie sehr achtet Ihr denn auf Mode und aktuelle Trends? Das wollten wir in unserer Umfrage wissen: Umfrage

//www.kreiszeitung.de/chili/umfrage-modetrends-3654476.html

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