Verrückte, schräge, peinliche und gefährliche Arten von Selfies

Selfie-Trends: Was zum Teufel ist ein "Ussie"?

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Das ist ein Ussie: Ein Selfie mit mehreren Leuten.

Von Mara Schumacher. Selfies, Selfies, überall Selfies. Niemand braucht sie, aber alle machen sie. Mittlerweile gibt's neben dem stinknormalen Selfie allerhand andere fragwürdige Gattungen des Selbstporträts. Wir haben uns die schrägen Trends mal genauer angesehen.

Das schönste Fotomotiv der Welt ist momentan das eigene Ich. Und auch wenn fast jeder nur noch genervt ist, wenn selfieknipsende Leute in der Nähe sind, haben wir es doch alle schon mal gemacht. Manche haben nach dem ersten (missratenen) Selfieversuch glücklicherweise die Finger davon gelassen. Andere waren scheinbar so begeistert vom eigenen Abbild, dass Selfies zum Fulltime-Job für sie geworden sind. Für stinknormale Selfies gibt es allerdings schon längst keine Likeausschüttung mehr; da muss schon irgendwas Besonderes her. Dem ein oder anderen ist das Selfie gerade besonders genug, wenn das eigene Leben aufs Spiel gesetzt wird.

Das Ich in seltsamen Posen, das Ich an spektakulären Orten oder das Ich in fragwürdigen Situationen. Die Selbstdarsteller-Sucht hat viele Selfie-Trends geboren, von denen die meisten weder Sinn noch Verstand haben. Aber das macht ja nichts, denn zum Amüsieren reicht es. Und das ist auf Facebook & Co. doch die Hauptsache, oder?

Hier ein Überblick der schrägsten und bekanntesten Selfie-Trends:

After-Sex-Selfie: Der Titel sagt schon alles. Halbnackte Paare (oder auch nicht) kuscheln nach dem Sex rum. Der nächste Schritt ist dann wohl ein kleines Filmchen auf Youporn.

Bear-Selfie: Der Trend kommt aus Kanada, weil es da Bären gibt. Die sind nämlich Bestandteil dieses lebensmüden Selfie-Trends. Bescheuerte Leute posen mit erschreckten oder neckischen Gesichtern und einem Bären im Hintergrund vor der Linse. An dieser Stelle möchte man sich aufrichtig bei den Bären für die Dummheit der Menschen entschuldigen. Apropos Bear: Kann jetzt endlich mal jemand das "BEER-Selfie" erfinden?

Bed-Selfie: Was genau man im Bett treibt, ist egal. Man sollte nur irgendwie nach Bett aussehen, also am besten zersaust oder zumindest ungeschminkt. Nackt geht natürlich auch - für die Mutigen. Gut sind auch Selfies von Leuten, die mit Augen zu im Bett liegen, betitelt mit „Schlafe noch“. Achso. Selfies kurz nach dem Aufwachen sind auch sehr beliebt. Manche wachen sogar strahlend schön und perfekt geschminkt auf. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Belfie: Klingt wie ein Hunde-Leckerli, ist aber das Selfie vom werten Hinterteil. Man könnte meinen, der Trend wurde für Kim Kardashian erfunden. Oder hat sie den Trend erfunden?

Bifie: Hat nichts mit der stinkenden Wurst zu tun, sondern ist ein Bild von sich im Bikini. Möglichst Brust raus, Bauch rein. Oder eben Bauch raus, Brust rein. Je nach Körperbau.

Donut-Selfie: Ist gar kein richtiges Selfie, sondern ein Video. Man schaltet die Video-Funktion und kreist das Smartphone um seinen Kopf herum. Für das ultimative Donut-Selfie schnibbelt man mehrere von diesen Clips zusammen und das soll dann ganz toll aussehen. Pf, viel toller würden fettige, bunte Donuts zum Essen aussehen.

Nach ein paar Cocktails kann schon mal ein Drelfie entstehen.

Drelfie: Jeder kennt sie, die unliebsamen Bilder, die man nach einer durchzechten Nacht auf dem Smartphone findet: "Oh, wann hab ich das denn gemacht und wer ist das neben mir?" Bei diesen echt schlimmen und meist verwackelten Schmuckstücken kann man den Alkoholpegel fast schmecken. Ein klarer Fall für die Funktionstaste „Löschen“, bevor es andere Leute zu Gesicht kriegen.

Facemask: Ist keine Halloween-Verkleidung oder ein Horrorfilm mit Masken-Mördern, sondern ein Selfie mit Pflegemaske im Gesicht. Was man der Welt damit sagen will? Eigentlich nichts, außer dass man sich pflegt und vielleicht sogar ab und zu die Zähne putzt.

Footsies (nicht Fuzzies): Rückt die Füße in den Vordergrund, obwohl eigentlich der Hintergrund die größere Rolle spielt: Die Location der Footsies sind vornehmlich schöne Strände mit blauem Meer. Wer unter Nagelpilz leidet, sollte auf diesen Selfie-Trend verzichten, davon kann nicht mal das blaue Meer im Hintergrund ablenken.

Ein Footsie: Hier sollen die Füße im Vordergrund stehen.

Helfie: Eigentlich ein stinknormales Selfie, nur dass der Fokus auf den Haaren liegt, zum Beispiel wenn man gerade einen Vogelschiss auf dem Kopf hat. Spaß. Wenn die Frisur besonders toll ist oder man gerade vom Friseur kommt, ist das Helfie immer eine gute Wahl, um der ganzen Welt mitzuteilen, dass man die Haare schön hat.

Panoselfie:  Aufgepasst, dieser Trend ist nur was für absolute Profis: Hier wird die Panoramafunktion des Smartphones eingeschaltet und diese funktioniert nur auf der rückseitigen Kamera. Das heißt, man sieht während des Selfie-Machens gar nichts!! Das Risiko, dass das Panoselfie einfach nur grottenschlecht wird, ist also ziemlich groß. Der Vorteil ist allerdings, dass man neben der eigenen Visage noch viele andere unnütze Dinge mit vor die Linse bekommt. Echt klasse. 

Pelfie: Bei Pelfies sind Tiere mit auf dem Bild. Meistens süße, flauschige Tiere - was nicht nach Hundewelpe oder Katzenbaby aussieht, wird leider viel zu oft übergangen. Dabei wäre ein Selfie mit einer Kellerassel oder einem Piranha echt mal was anderes.

Photobomb-Selfie: Jemand läuft durchs Bild oder macht im Hintergrund eine blöde Fratze. In jedem Fall wird das eigentliche Selfie durch irgendwen oder irgendwas Unvorhergesehenes zerstört. Das kann auch schon mal der Kumpel sein, der im Hintergrund auf dem Klo sitzt. Shit happens.

Polfie: Schräger Trend aus Sri Lanka. Während der Polizist einen Strafzettel ausfüllt, strahlen die Verkehrssünder fröhlich in die Kamera. Ähm, sind Straftaten jetzt cool oder was soll das? Den Polizisten macht das ganze offensichtlich gar nichts aus. Tja, andere Länder, andere Sitten.

Quatsch-Selfie: Hier ist alles erlaubt, so Freestyle-mäßig. Hauptsache, man sieht bekloppt aus. Das funktioniert besonders gut mit schrägen Klamotten, komischen Fratzen oder akrobatischen Verrenkungen.

Relfie: Bild mit der oder dem Liebsten. Ganz verliebt gucken ist wichtig. Je nach Umstand kann man auch mit mehreren Geliebten posen, wenn's keinen Ärger gibt.

Selfie@work: Hier wird demonstriert, wie hart man gerade arbeitet. Nämlich so hart, dass man massig Zeit für sinnlose Selfies am Arbeitsplatz hat. Die Kaffeetasse oder das Mittagessen im Bild veranschaulicht den Härtegrad der Arbeit nochmal enorm. Auch ein Selfie mit Telefonhörer am Ohr schindet mächtig Eindruck. Man, war das wieder ein anstrengendes Kundengespräch!

Shelfie: Selfie vor einem Bücherregal. Leider stehen im Regal keine Bücher.

Shelfie: Hierbei wird vor einem Bücherregal gepost. Warum machen Leute das? Man weiß es nicht, vielleicht weil die Bücher schöner und schlauer wirken als sie selbst.

Shower-Shelfie: Selfie nach dem Duschen, möglichst nur mit Handtuch bekleidet. Oder auch komplett nackt in der Dusche. Gibt ja mittlerweile auch wasserfeste Smartphones und Intimität ist eh nur was für Spießer. Shower-Selfies kommen so wie Welfies (siehe unten) meistens nur von Leuten mit perfekten Körpern; sympathische Schwabbelplauzen sucht man vergebens.

Suglie: Ziel ist, so hässlich wie möglich auszusehen und dazu sind alle Mittel erlaubt. Manchmal hat man auch Glück und es entsteht ein echt hässliches Selfie, wenn man eigentlich ein schönes machen wollte.

Suprised Face: Bitte so überrascht wie möglich in die Linse gaffen. Total bescheuert, wie überrascht sollte man schon sein, wenn man von sich selbst abgelichtet wird?

Ussie: Hat nichts mit Bussi zu tun, sondern ist ein Gruppen-Selfie. Wird übrigens „assi“ ausgesprochen, hat damit aber auch nichts zu tun.

Welfie: Verschwitztes Foto aus dem Fitnessstudio. Machen meistens nur Leute, die gar kein Fitnessstudio mehr nötig haben, aber ein bisschen Lob für das schweißtreibende Workout ernten und allen Couch-Potatoes ein schlechtes Gewissen machen wollen.

Mehr zum Thema Selfies:

Selfie-Gadgets: Wozu eigentlich?

Selfies: Das geht gar nicht!

mas

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