Per Online-Tool zum Sprachprofi

Selbstversuch: Wie viel Spanisch kann ich in nur fünf Wochen lernen?

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Eigentlich lernt man in der Schule Sprachen, doch ich will herausfinden, wie viel ich mir selbst mithilfe von Duolingo beibringen kann. 

Wie lange braucht man eigentlich, um eine Sprache zu lernen? Ich will dieser Frage auf den Grund gehen und mithilfe eines Online-Tools mir bislang nicht vorhandene Spanisch-Kenntnisse anzueignen. Über meine Fortschritte werde ich in dieser Serie berichten.

Eine neue Sprache zu lernen, kann sehr mühselig sein. Allein der Gedanke daran lässt bei vielen Erinnerungen an die Schulzeit wieder aufkommen: das ewige Vokabelwälzen nach dem Unterricht für diverse Vokalbeltests, das Lernen der schier unendlich scheinenden Vergangenheitsformen oder das Pauken von unregelmäßigen Verbformen. Mühselig eben.

Viel zu oft bleibt auch viel zu wenig von den gelernten Inhalten hängen. Das meiste war lediglich im Kurzzeitgedächtnis gespeichert, eben nur für den anstehenden Test am Folgetag. Auch ich kenne dieses Vorgehen, insbesondere wenn ich an meinen Lateinunterricht zurückdenke. Zwar habe ich es in den meisten Fällen hinbekommen, nicht komplett im Formen- und Vokabelsalat unterzugehen, doch würde mich heute jemand fragen, ob ich den dritten Brief von Sokrates übersetzen könnte, müsste ich wahrscheinlich passen.

Allerdings geht der praktische Gebrauch von Latein im Alltag gegen null. Vermutlich würde mich eher jemand auf Französisch, Englisch oder Spanisch ansprechen und etwas fragen. Englisch wäre zwar kein Problem für mich, aber da hört‘s dann auch schon wieder auf. Neulich zum Beispiel sprach mich ein Lkw-Fahrer bei uns auf der Arbeit an, ab wann denn jemand da ist, der die Anlieferung annehmen könnte. Ich verstand kein Wort. „Hablo español?“ „Eh, no. Just english. Oder Deutsch?“ Nix zu machen. Schließlich versuchten wir, uns mithilfe des Google-Übersetzers zu verstehen. Ihr könnt euch vorstellen, wie katastrophal das lief.

Bis jetzt umfassen meine Sprachkenntnisse nur Deutsch, Englisch und ein paar Sprachfetzen Latein.

Frustriert über diese Begegnung mit einer schier unüberwindbaren Sprachbarriere, fragte ich mich, wie lange ich wohl bräuchte, um Spanisch zu lernen. Oder wie viel Spanisch ich in ein paar Wochen lernen könnte. Bis acht zählen konnte ich dank „Meister Mannys Werkzeugkiste“, das ich oft in meiner Grundschulzeit nachmittags schaute, ja schon mal.

Eine kurze Suche im Internet und schon finde ich eine mögliche Antwort auf meine Frage: „Duolingo – Lerne Spanisch in nur fünf Minuten am Tag. Kostenlos“ ist die verlockende Anzeige, die mir sofort ins Auge springt. Eine Studie fand laut Duolingo sogar heraus, dass „34 Stunden auf Duolingo einem ganzen Semester in einem Hochschulsprachkurs entsprechen.“

Ich sage mir: „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.“ Also lege ich mir ein Profil an. Lisa573923, so lautet meine zukünftige Duolingo-Kennung.

Und rein ins Sprachgetümmel

Die erste Übung erweist sich als recht easy. Ich ordne Wörtern ihre passende Bedeutung zu, die mithilfe eines Bildes recht einfach zu erkennen sind. Doch kurze Zeit später stoße ich auf die ersten Sätze ohne Bild und falle prompt drauf rein. Einen Fehler später habe ich die Lektion erfolgreich abgeschlossen. Gar nicht so schlecht für den Anfang, denke ich mir. Enthusiastisch beginne ich direkt die nächste Lektion.

Ein Screenshot der Duolingo-Anwendung auf dem Desktop. 

Die nächste Lektion schließe ich ab und bekomme dafür einen „Scharfschützen“, der für das fehlerlose Durchspielen der Lektion steht. Etwas überschätze ich mich, als es daran geht, in das Level zwei aufzusteigen. Nachdem mich keine helfenden Bilder mehr durch die Vokabeln führen, verliere ich schnell meine „Leben“ und werde zurück in Lektion eins versetzt. Das mag ja heiter werden…

Ein Sprachlehrer bin ich zwar nicht, aber laut Duolingo sind bereits erste Fortschritte zu verzeichnen. 

Ein paar Tage später bin ich schon in Lektion vier angelangt. Immer weniger Bilder kreuzen meinen Weg. Dafür geht es immer mehr um das selbstständige Schreiben und Übersetzen von kurzen Aussagen. Ich bin gespannt, wie weit ich wohl kommen werde. So oder so werde ich euch auf dem Laufenden halten und in ein paar Tagen meinen nächsten Artikel zum Selbstversuch Spanisch hochladen!

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