geguckt & gedruckt: „Bambule“

Philipp Schockenhoff (22 Jahre) aus Wietzen

Wietzen – Die Kuttner ist nicht tot zu kriegen. Zum Glück. Ich erinnere mich noch, wie Sarah Kuttner in ihrer Rolle als Moderatorin bei VIVA und später MTV geglänzt hat und gehasst wurde.

Jetzt hat sie eine neue Sendung auf dem von mir sehr geschätzten Sender ZDFNeo. „Bambule“ ist ein Magazin und beschäftigt sich in jeder Folge mit einer handvoll Themen.

Zum Beispiel mit Schönheit, Neonazis im Netz oder Konsum in allen möglichen Arten. Sarah Kuttner hat den Job der Moderatorin. Sie sitzt, so wie die „Prominent“-Tante, in einem Café und sagt an. Ab und zu läuft sie durch die Stadt, hier und da interviewt sie interessante Leute. Sie ist immer präsent, nie vergesse ich, dass es ihre Show ist, aber sie nervt auch nicht. Sehr gut gefallen mir die Grafiken, die hier und dort eingestreut sind. Die fliegen manchmal auch einfach nur im Hintergrund als Randinformation vorbei und zeigen mir, wie alt die Person ist, die im Moment durch das Bild läuft. Überhaupt mag ich die optische Aufmachung der ganzen Sendung. Irgendwie mag ich alles daran.

Ich bin ziemlich zufrieden, wenn es so bleibt. Es gibt Interviews mit Drogendealern. In der Politik aktive Menschen geben zu, dass es sein kann, dass ihre Kollegen koksen. Der Blogger Sascha Lobo kommt zu Wort, Psychologen und Hooligans ebenso. Mal wird erklärt, warum William Shatner der männlichste Mann (nach mir) ist und warum die ganze Redaktion sofort mit ihm schlafen würde, und in jeder Folge stellt die gute Johanna Maria Knothe Politikern und allen aus diesem Mikrokosmos Fragen – zum Beispiel, ob wir wirklich einen Bundespräsidenten brauchen. Eine wirklich nette Sache sind die „Zufallsporträts“.

Da wird einfach mal ein Mensch vorgestellt. Bisher war kein Bahnschaffner dabei, sondern alle hatten eher außergewöhnliche Jobs – aber was soll’s? Das ist der Moment, in dem ich ständig abgelenkter Medienmensch aufschaue, zuschaue und erst danach wieder wegschaue. Ihr kennt das ja, Fernsehen wird heute nur noch nebenher konsumiert...

Philipp Schockenhoff (22 Jahre) aus Wietzen

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