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„Sanctuary – Wächter der Kreaturen“ (Samstag, 0.20 Uhr auf ProSieben)

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Philipp Schockenhoff (23) aus Wietzen

Von Philipp Schockenhoff. Was ist eine „Monster of the Week“-Serie? Weiß keiner? Also: Das ist eine Serie, in der in jeder Folge eine neue fiese Kreatur, ein Feind oder was auch immer für ein Problem auftaucht, um das sich dringend gekümmert werden muss.

Die Handlung ist das Monster selbst, eine zusammenhängende Storyline muss nicht unbedingt sein. In einigen Serien kommt zwar eine vor, aber sie ist eigentlich unwesentlich.

Solche „Monster of the Week“-Serien sind unter anderem „Buffy – Im Bann der Dämonen“, „Supernatural“ und „Sancutary – Wächter der Kreaturen“, und um diese Reihe soll es heute gehen.

Die erste „Sanctuary“-Folge hab ich spät nachts gesehen, als ich mir in meinem viel zu kalten Zimmer saß und mich wieder mal fragte, was das alles soll. Und da bekam ich auch schon die Antwort. Wenn’s um irgendwelchen Monsterkram geht, bin ich sofort dabei.

Die Hauptrolle spielt Amanda Tapping (die kennt man aus „Stargate SG1“, Ihr wisst schon, die einzige Frau da, Dr. Samantha Carter, die Blonde). Hier spielt sie Dr. Helen Magnus, die mit ihrem Team (bestehend aus einem Bubi und ihrer eigenen Tochter) Monster jagt. Die gute Frau Doktor hat schon im alten London gelebt, sie scheint also unsterblich, ewig jung oder irgendwas anderes Übernatürliches zu sein.

Sie hat es sich jedenfalls zur Aufgabe gemacht, alles Seltsame zu beschützen, darum sucht sie auf der ganzen Welt allerhand Kreaturen zusammen und sperrt die dann im „Sanctuary“ ein. Bevor Ihr fragt – nein, ich weiß nicht, warum sie das tut. Sie fängt die Kreaturen mal, um die Menschheit vor ihnen zu beschützen, und mal, um sie vor der Menschheit zu beschützen. Grob gesagt ist sie sowas wie ein Pokemontrainer für Erwachsene.

Was ich cool finde: Frau Dr. Magnus hat so einen Yeti- Bigfoot-Löwenmensch-Typen, der in ihrem geheimen Superbunker rumhängt und Tee und Kekse bringt. Außerdem gibt es da noch ein paar Jungs, die sich mit Frau Dr. Magnus zusammen irgendwelches Blut injiziert haben und dadurch Superkräfte bekamen – unter anderem einen Vampir, einen Teleporter, einen Genialen, einen Unsichtbaren und einen Werwolf. Also, im Grunde hat „Sanctuary – Wächter der Kreaturen“ alles, was eine nette „Monster of the Week“-Serie haben muss. Es gibt einen Haufen verschiedener abgedrehter Typen, böse Gegner und immer wieder neue Monster, die man hauen kann. Allerdings sehen solche Serien auch schnell billig aus. „Sanctuary“ ist ganz okay, was die Gestaltung angeht. Mittleres Preissegment.

Warum diese Serie allerdings von ProSieben am Wochenende um 0.20 Uhr gesendet wird, verstehe ich nicht. Mit Altersfreigabe kann es eigentlich nichts zu tun haben, denn so hart ist die Serie nun wirklich nicht.

Also, solider Monster-Action-Quatsch, mit der Stargate-Tussie und einem Yetibutler. Warum hab ich es nicht sofort so kurz gemacht?

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