Meine Meinung:

Wie soll die Welt meiner Kinder sein?

Trotz Finanzkrise, Nord-Koreas Drohgebärden und globaler Erwärmung bin ich eigentlich ganz zufrieden mit der Welt. Aber wenn ich mir so überlege, ich wollte neue Menschen dazu verdonnern, in dieser Welt zu leben, dann sieht das anders aus.

Von Rike Schockenhoff

Wenn ich an meine möglichen Kinder denke, dann machen mir all diese Probleme doch große Sorgen.

Natürlich werden meine Kinder wunderschön, hochintelligent und vielseitig begabt, selbstbewusst und dabei sehr einfühlsam sein, gar keine Frage. Aber ob ihnen all diese Gaben einen Job sichern, von dem sie leben könnten? Der Umgang mit Geld ist in unserer Welt ganz schön pervers geworden und muss wieder gerade gerückt werden, sonst sieht die Zukunft für unsere Nachfolger ganz düster aus. Aber wie können wir dafür sorgen, dass unsere Kinder sich nicht nach Schule und Studium in einem schlecht bezahlten, immer auf kurze Zeit befristeten Knochenjob abrackern müssen und abends noch kellnern? Höhere Steuern bezahlen? Ich wäre sogar bereit dazu, wenn damit das System wieder ins Lot käme.

Auch über Umweltverschmutzung mache ich mir Gedanken. Selbst wenn man hier bei uns die Auswirkungen von Klimawandel, Artensterben und sinkenden Ölvorräten noch nicht so stark bemerkt – wenn die Weltmeere total verdreckt sind und der Preis für einen Liter Benzin auf 20 Euro steigt, ist es zu spät, sich Gedanken zu machen... Was ich selbst für die Welt meiner Kinder tue? Ich versuche, wenig mit dem Auto zu fahren. Ich verzichte auf Atomkraft, weil eine Welt ohne strahlendes Material definitiv sicherer ist. Ich achte darauf, dass meine Lebensmittel aus der Region kommen und nicht unter schlimmen Bedingungen produziert und durch die halbe Welt transportiert werden müssen. Ich wähle die Partei, die die meiner Meinung nach nachhaltigsten ökologischen und sozialen Ziele hat.

Aber der wichtigste Punkt für eine bessere Welt ist Freiheit. Die Menschen müssen endlich überall auf der Welt die Möglichkeit haben, freie Entscheidungen zu treffen. Regierungen, die ihre Bürger überwachen und ihr Leben einschränken, dürfen nicht an der Macht bleiben.

Wahrscheinlich würde es auf der Welt zunächst mal ordentlich rumpeln, aber man muss auch ein bisschen Vertrauen in die Menschen haben, damit es klappt.

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