Zwölf Fragen zum Glück

HQ Trivia - das App-Quiz mit echten Geldgewinnen

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US-Komiker Scott Rogowsky moderiert die Spielrunden bei HQ Trivia.

Alle paar Jahre erscheint eine bahnbrechende App, die sich innerhalb weniger Wochen auf beinahe jedem Smartphone breitmacht. Angry Birds und WhatsApp sind zwei solcher Beispiele. Nun steht die nächste App parat, die weltweit für Furore sorgt. HQ Trivia (Kurzform „HQ“) heißt das Quizspiel.

Die kostenlose App der US-Firma Intermedia Labs bietet eine entscheidende Neuheit: Die Teilnehmer können echtes Geld verdienen. Wir erklären, was hinter der nicht unumstrittenen neuen Erfolgs-App steckt.

Das Quiz: Die Quizrunden laufen live ab. Wer mitspielen will, muss daher pünktlich sein iPhone oder sein Android-Smartphone in die Hand nehmen. Da sich das Spiel bisher vor allem an Nutzer in den USA richtet, finden die Quizrunden nach deutscher Zeit jeweils um 21 Uhr und um 3 Uhr morgens statt. Wer will, kann sich per Push-Alarm über den Beginn informieren lassen.

Eine typische Frage bei HQ Trivia.

Im Stil von Günther Jauch stellt US-Komiker Scott Rogowsky zwölf Fragen aus allen denkbaren Wissensgebieten. Es gibt jeweils drei Antwortmöglichkeiten, und nur zehn Sekunden Zeit. Also zu wenig, um nach der Lösung zu googeln. Wer eine Frage falsch beantwortet, fliegt raus. Wer richtig liegt, kommt immer weiter – bis nach zwölf Fragen die Sieger dieser Runde feststehen. Unter ihnen wird das Preisgeld verteilt.

Das Preisgeld: Bisher müsste die App eher „Wer wird (nicht) Millionär?“ heißen. Denn das Standard-Preisgeld, das unter allen Siegern aufgeteilt wird, die Frage zwölf richtig beantworten, beträgt pro Runde nur 2.500 Dollar (rund 2.000 Euro). An Neujahr gab es in einer Show allerdings bereits 14.500 Euro zu verdienen und kürzlich beim Super Bowl sogar 16.000 Euro. 

Die Spielrunden finden immer zu festgesetzten Zeiten statt, die für deutsche Nutzer teils mitten in der Nacht liegen.

Mittelfristig plant Intermedia Labs Preisgelder von bis zu 800.000 Euro pro Runde. Typische Gewinnsummen liegen derzeit um die zehn, zwölf Euro je Spieler. Der erfolgreichste Spieler hat bisher knapp 5.000 Euro eingesammelt.

Mitspielen aus Deutschland: Die meist über eine Million Teilnehmer von HQ kommen aus aller Welt, auch aus Deutschland. Die App gibt es für iPhone und Android, die Anmeldung ist durch Eingabe der Handynummer unkompliziert erledigt. Gewinne werden über Paypal ausgezahlt.

Finanzierung der Gewinne unklar

Die Kontroverse: Hinter „HQ Trivia“ stehen Rus Yusupov and Colin Kroll, die zuvor für Twitter den Videodienst Vine erfunden haben. Die beiden gelten als findig, aber nicht unbedingt als grundsolide. Wie sie künftig deutlich höhere Gewinnsummen finanzieren wollen, ist unklar. 

Die Gründer hoffen auf Investoren, die die App mit 100 Millionen Dollar unterstützen. Wer mitspielt, muss damit rechnen, dass seine Daten zu Werbezwecken verwendet werden. Doch das ist bei WhatsApp oder Facebook auch nicht anders. Spaß macht’s trotzdem. Und der Kult rund um das Spiel wird immer größer. Kürzlich hat erstmals Late-Night-Superstar Jimmy Kimmel eine der Runden moderiert.

jh

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