Nikolai von „N.A.M.P.“ spricht im Interview über Groupies, Erfolg und die „Atzen“

„Wir haben beide einen an der Klatsche“

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N.A.M.P. - Was aus Lust und Laune begann, ist mittlerweile fast ein Fulltime-Job

„Es wird immer schlimmer“, sagt Nikolai. Der 20-Jährige und sein Kumpel André haben ordentlich zu tun. Die beiden Jungs haben im Sommer 2009 das Musikprojekt „N.A.M.P.“ gegründet. Was aus Lust und Laune begann, ist mittlerweile fast ein Fulltime-Job. Ihre Youtube-Videos zählen mehr als 1,5 Millionen Klicks, vor allem ihr Hit „Everyday I’m Facebooking“ hat den Nerv der Fans getroffen. Rebecca Göllner hat Bandmitglied Nikolai für uns interviewt.

Nikolai, wie geht’s Dir? Bist Du gerade sehr im Stress?

Es geht. Langsam baut sich das echt auf, und der Stress wird immer mehr. André und ich arbeiten beide ja auch noch. Er macht eine Ausbildung zum Erzieher und ich arbeite als Landschaftsdesigner. Zusammen mit der Musik ist da echt viel zu tun. Noch ist es aber machbar. Sollte es allerdings ausarten, würden wir wohl die Arbeit hinten anstellen. Die Musik geht vor!

Was bedeutet eigentlich „N.A.M.P.“?

Das bleibt geheim.

Warum denn? Das bedeutet doch bestimmt sowas wie: Nikolai, André, Musik...

(lacht) Weil wir es amüsant finden, dass alle rätseln, wofür die Buchstaben stehen. Viele schreiben uns Ideen auf die Pinnwand bei Facebook. Dabei kommen manchmal echt lustige Sachen raus. Vielleicht sagen wir es irgendwann mal, aber noch ist die Zeit dafür nicht gekommen.

Wie hat es eigentlich mit „N.A.M.P.“ angefangen?

N.A.M.P

-> bei youtube

-> bei Facebook

André und ich haben uns bei einer Party kennengelernt und sind durch die Musik ins Gespräch gekommen. André war vorher schon Sänger in einer Band, und ich saß am Schlagzeug in einer Indie-Rockband. Wir haben schnell gemerkt, dass wir beide einen an der Klatsche haben und uns angefreundet. Am 28. August 2009 haben wir dann unser erstes Video „Kissenschlacht“ bei Youtube hochgeladen. Das war alles nur als Spaß gedacht, und wir haben uns schon gefreut, wenn 50 Leute sich das Video angeschaut haben. Richtig ausgeartet ist das erst mit „Everyday I’m Facebooking“. Wir konnten’s erst gar nicht so richtig fassen.

Ihr habt mittlerweile mehr als 1,5 Millionen Klicks. Werdet Ihr schon auf der Straße erkannt?

(lacht) Wir kommen ja nicht aus einer großen Metropole, sondern wohnen in einem kleinen Ort. Dort kennt man uns natürlich, und manchmal klingeln Leute an der Tür. Letzt’ in Berlin haben uns bei McDonald’s auch welche erkannt. Wir haben dort gegessen, und die Leute vom Nachbartisch haben immer zu uns rübergeschaut, sich aber nicht getraut, uns anzusprechen. Später haben sie dann bei Facebook auf die Pinnwand gepostet, dass sie uns gesehen haben. Ein Hammergefühl!

Wollt Ihr weiterhin nur bei Youtube Videos veröffentlichen, oder ist Euer Ziel ein Plattenvertrag?

Ein Plattenvertrag wäre super. Wir hatten gerade viele Gespräche – in Berlin, Hamburg, Bremen. Wir sind uns aber noch nicht ganz schlüssig. Mehr darf ich darüber auch noch nicht sagen. Aber schon so viel: Eine CD wird kommen. Ein Datum steht allerdings noch nicht fest.

Wen wollt Ihr mit Eurer Musik ansprechen? Und was wollt Ihr eigentlich überhaupt genau damit bezwecken?

Bis jetzt haben wir überwiegend Jugendliche damit angesprochen, aber wir wollen auch die Älteren erreichen. Mit unserem letzten Song „Leb“ haben wir das auch schon ganz gut hinbekommen. Viele haben uns Mails geschrieben, dass sie der Song bewegt hat. Das ist so ein geiles Gefühl“ Wir wollen unsere Fanbase ausbauen und tiefgründige Texte schreiben.

Wer schreibt Eure Texte?

Die schreiben wir zusammen. Die Ideen dazu kommen einfach. „Everyday I’m Facebooking“ war zum Beispiel innerhalb einer Stunde auf dem Papier. Bislang sind es nur deutsche Texte, aber englische sind schon in der Mache.

Welche Musik hört Ihr beide privat?

Da hören wir beide alles komplett durcheinander. Casper finden wir zum Beispiel beide gut. Wir gehen gerne in die Disco und tanzen zu House und Elektro.

Werdet Ihr wegen Eures Äußeren oft mit den „Atzen“ verglichen?

Das kommt häufiger vor, aber den Vergleich mögen wir überhaupt nicht! Die Songs von den „Atzen“ sind doch nur zum Mitgrölen und haben keinen richtigen Sinn. Wir wollen als „N.A.M.P.“ eine Vorbildfunktion haben und so bleiben, wie wir sind. Ich mag so abgehobene Säcke ja selbst nicht.

Was steht die nächsten Tage bei Euch an?

Wir gehen wieder ins Studio, die nächsten Songs sind in der Mache. Gerade arbeiten wir mit „Beatproduce“ aus Hamburg zusammen. Das ist ein echt krasser Typ, der auch für Chris Brown Lieder produziert. Außerdem haben wir gerade „Kissenschlacht 2.0“ aufgenommen. Es läuft!

Seid Ihr noch zu haben?

Ja, wir sind beide noch Single, aber auch nicht wirklich auf der Suche.

Wird denn viel geflirtet bei Euren Auftritten?

Die Mädels, die uns als „N.A.M.P.“ erleben, flirten schon viel mit uns. Wenn wir aber als ganz normale Jungs am Wochenende in die Disco gehen, ist das wie bei jedem anderen auch. Mal wird man angesprochen, mal spricht man an.

Schon mal einen Groupie vernascht?

Nein, auf gar keinen Fall! Echt jetzt: Sowas würden wir auch nicht machen. Weil es nicht unser Ding ist. Und außerdem wüssten die Mädchen ja dann auch, wer wir sind und wo wir wohnen – das geht gar nicht...

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