Moment mal: Spitzenverdiener im Sport

Marc Stehr (15 Jahre) aus Syke

Syke – 60 Millionen Euro. So hoch ist angeblich das Jahreseinkommen von US-Golf-Star Tiger Woods. Das sind etwa 200.000 Euro pro Tag! Viel zu viel, finde ich!

Tiger Woods ist der Top-Verdiener unter den Spitzensportlern. Aber auch in anderen Sportarten wird Geld verdient ohne Ende. Auf den Plätzen zwei und drei der Spitzenverdiener im Profisport stehen die US-amerikanischen Basketball-Stars Kobe Bryant und LeBron James, die jeweils um die 33 Millionen Euro Jahresgage bekommen. Auch die nachfolgenden Sportler brauchen sich für ihr Gehalt nicht zu schämen.

Der auf Rang 15 liegende Formel-1-Fahrer Lewis Hamilton wird immerhin mit 20 Millionen Euro entlohnt. Bei Motorsportlern kann ich die hohe Gage ja noch verstehen, weil sie in jedem Rennen ihr Leben riskieren. Aber beim Golf, was ja nun echt kein Ausdauersport ist, für den man wer weiß wie viel und hart trainieren muss oder der sonst eine körperliche Anstrengung erfordert, finde ich solche Beträge viel zu hoch. Noch nicht mal ihre Schläger müssen Woods und Co. selbst tragen. Und dafür 60 Millionen im Jahr? Überraschend: Der erste Athlet des weltweit beliebtesten Sports kommt erst auf Rang sieben. Fußballer Cristiano Ronaldo bringt es „nur“ auf 26 Millionen Euro pro Jahr. Gerade im Fußballgeschäft finde ich es immer schlimm, wie um Millionenbeträge gefeilscht wird.

Bestes Beispiel aus der Fußball- Bundesliga: Raúl, ehemaliger Weltstar und mit aktuell sieben Millionen Euro Jahresgehalt Top-Verdiener auf Schalke, verhandelt seit Wochen mit dem Club um eine Vertragsverlängerung. Die neulich gebotenen vier Millionen Euro, immer noch viel Geld für einen alternden Fußballer, kommentierte der Spanier mit dem Satz: „Soll ich etwa für umsonst spielen?“. Ein Mann, dem es, wie er stets betont, „nicht ums Geld geht“, bezeichnet ein jährliches Einkommen von vier Millionen als „umsonst“?

Das zeigt, an was für Standards man sich im Profisport gewöhnt hat. Unglaublich. Uwe Seeler kickte zu seiner Anfangszeit für 400 Mark im Monat und hat sich auch nicht beschwert. In deutschen Randsportarten wie Eishockey, Basketball oder Handball können die Akteure von solchen Gehältern nur träumen. Der am schlechtesten bezahlte Eishockey-Profi verdient gerade mal 1.500 Euro netto im Monat. Und das, obwohl er regelmäßig zum Einsatz kommt. Ein weiterer Fakt ist, dass Frauen, die vergleichbare Leistungen abliefern, deutlich weniger verdienen als Männer. Roger Federer bringt es auf 30 Millionen Euro jährlich. Die bestbezahlte Tennisspielerin ist die Russin Maria Sharapowa mit rund neun Millionen. Das sind zwei Drittel weniger, und das, obwohl beide Weltklasse-Tennisspieler sind. All diese Zahlen zeigen: Profisportler haben oft den Blick für die Realität verloren und gehen immer weiter in Richtung Größenwahn, der ja schon in genügend Sportarten vorgelebt wird. Marc Stehr (15 Jahre) aus Syke

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