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chili-Autorin Rike

chili-Autorin Rike gibt's zu: Sie war als Teenie ein Fashionvictim. Was anderes als Jeans von "Miss Sixty" und Adidas-"Superstars" kamen ihr nicht in die Tüte. Heute kostet ihr komplettes Outfit die Hälfe von dem, was sie vor ein paar Jahren als Oberteil trug.

Von Rike Schockenhoff aus Wietzen

Jeden Morgen stehe ich vor meinem Kleiderschrank, wirke wohl etwas planlos, überlege, was ich anziehen soll – und lande am Ende meist doch immer bei Outfits, die ich fast komplett bei Ketten wie „H&M“ oder „Zara“ gekauft habe.

Wenn ich Glück hatte und gerade Schlussverkauf war oder ich nicht so viele Lagen trage, kostet mein komplettes Outfit im Schnitt nur so 30 Euro. Das war vor ein paar Jahren noch anders. In der Schulzeit hatte ich eine Phase, in der ich nur Jeans von „Miss Sixty“ trug und keine anderen Schuhe als die „Superstars“ von „Adidas“ . Dazu zog ich sehr gerne Pullis von „Fruit of the Loom“ an – und allein einer dieser Pullover kostete mehr als mein komplettes „H&M“-Outfit, das ich jetzt grad anhabe.

Ich weiß nicht mehr ganz genau, ob mir diese Klamotten von Anfang an richtig gut gefielen. Aber ich trug sie, weil sie eben alle trugen. Und das Gefühl, in der Menge nicht negativ aufzufallen, war mir wichtig. Ich bin nicht sicher, ob mir dieses Gefühl heute auch noch 80 oder 100 Euro wert wäre.

Heute beschäftige ich mich mehr mit Mode grundsätzlich und nicht so sehr damit, was Popstars tragen. Und heute gibt’s auch in der kleinen Stadt, in der ich aufwuchs, viel mehr Möglichkeiten, coole Klamotten zu kaufen. Facebook sagt mir, wann in der Nähe der nächste „Mädchenflohmarkt“ ist, bei dem ich günstig ausgefallene Teile finde. Und bei Portalen wie „Kleiderkreisel“ kann man super Klamotten tauschen. Das ging vor ein paar Jahren nur mit der besten Freundin - und bei mir wäre das langweilig gewesen, denn wir kleiden uns ziemlich ähnlich.

Ich würde der „Miss-Sixty“-Hosen-Rike von damals keine Vorwürfe machen, weil sie am liebsten mit der Masse schwamm. Sie musste sich und ihren Stil eben erst mal finden. Und das geht definitiv einfacher, wenn man ab und zu was Auffälliges trägt, aber in der Zeit dazwischen Ruhe hat und nicht von allen angestarrt wird. Ich möchte aber meinen Eltern danken, die damals den Großteil meiner Klamotten bezahlt haben.

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