Idee von Benjamin Von Wong

Kunst mit Botschaft: Meerjungfrauen auf Plastik gebettet

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Von Rike Schockenhoff. Glitzer, Bodypainting und eine aufwendig gestaltete Flosse - ein ganz normales Fotoshooting? Eigentlich schon. Würden da nicht die Tausenden Plastikflaschen unter dem Model liegen.

Über zu viel Plastikmüll im Meer, Mikroplastik und wie notwendig es ist, dass wir Menschen weniger Müll produzieren, hat wohl jeder schon mal etwas gehört. Doch neben dem Stress bei der Arbeit, dem Freizeitspaß und allem, was zum Alltag dazu gehört, werden solche unschönen Gedanken ganz schnell wieder beiseite geschoben – und zack, schon ist das Getränk in der Einweg-Plastikflasche oder der Kosmetikartikel mit mikroskopisch kleinen Kuststoffen gekauft.

Wenn es bereits 2050 mehr Plastik als Fische im Meer gibt, wer leidet dann auch? Genau, Meerjungfrauen! Und Meerjungfrauen sind genau das richtige Mittel, um langweiligem Plastikmüll ein bisschen Pepp zu geben - dachte sich der Künstler Benjamin Von Wong.

Benjamin Von Wong hat sich deshalb ein Kunstprojekt ausgedacht, um das Problem der Plastikflaschen und damit des Plastikmülls in Meeren und Flüssen tiefer ins Bewusstsein zu bringen. Entstanden sind dabei wunderschöne Fotos und ein Clip, der geklickt, geteilt und diskutiert wird

10.000 leere Flaschen aus grünem, blauem und weißem Plastik ordneten Von Wong und viele Helfer so an, dass von oben gesehen eine Strandszene entstand. Mittendrin liegt eine Meerjungfrau mit glitzernder Schwanzflosse und langem wallenden Haar. Wie ein angespültes Stück Strandgut liegt sie da. Sie hat es nicht überlebt, dass die Menschen ihren Lebensraum verschmutzen.

In einem Video hat der junge US-Amerikaner den Verlauf der Arbeit festgehalten. Auf der Webseite change.org wirbt er damit darum, Plastikflaschen zu recyclen (oder vielleicht noch besser gar keine zu benutzen) – „denn Meerjungfrauen hassen Plastik“. Selbstkritisch sagt er im Video, er wisse nicht, wie viel sich mit Projekten wie seinem am Verhalten der Menschen ändern lasse, aber „ich schätze, wir werden es herausfinden“. 

Auf der Seite findet sich auch eine Petition, die alle Meerjungfrauen- und Umweltschutz-Freunde unterzeichnen können, um ihrem Entschluss, zu recyclen, mehr Gewicht zu verleihen.

Auf seiner eigenen Webseite erzählt Benjamin Von Wong noch mehr über das Projekt und seine Entstehung und gibt kleine Tipps, die schon viel verändern können: Eine nachfüllbare Trinkflasche zum Beispiel bedeutet keine großen Einschränkungen im Alltag, hilft aber, Müll zu vermeiden.

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