Heimspiel für "Revolverheld"

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Die Jungs von Revolverheld: Niels, Johannes, Kristoffer und Jakob

Wo Ihr die Jungs von "Revolverheld" treffen könnt, wenn sie mal wieder im Bremer Viertel unterwegs sind, verraten sie jetzt im Interview.

Von Marcel Kloth und Phillip Syvarth 

Bald treten die Jungs von „Revolverheld“ im Bremer „Pier2“ auf – ein guter Grund, ihnen vorher noch ein paar Fragen zu stellen. Wir haben den Gitarristen Niels Grötsch für Euch interviewt.

Niels, der Albumtitel „Immer in Bewegung“ klingt ja wie der Soundtrack zu unserer Generation...  „Ja. Er ist einerseits persönlich, denn wir waren ja in den letzte Jahren immer in Bewegung, aber natürlich ist es auch ein Sinnbild für unsere ganze Generation. Die ständige Erreichbarkeit, alles ist im Wandel, viele sind und arbeiten am Limit...“

Das aktuelle Album ist Euer viertes. Woher nehmt Ihr die Inspiration zu immer neuen Songs?  „Wir haben nach drei Alben eine Pause eingelegt, um neue Ideen zu sammeln. Kris und Johannes haben an Soloalben gearbeitet, aber wir haben uns trotzdem gesehen. Als wir uns dann wieder zusammensetzten, war schnell klar, dass die Pause uns weitergebracht hat. Wir sind wieder mit frischer Energie und neuer Inspiration ans Werk gegangen. “

Wie war es, zwei Freunde und Kollegen aus der Bandsolo im Radio zu hören und im Video zu sehen?  „Interessant. Streit oder Probleme gab’s dadurch nicht, im Gegenteil: Mir hat’s Spaß gemacht, die beiden von einer anderen Seiten zu hören. Sie haben ja schon immer Songs geschrieben, die weniger zu ,Revolverheld‘ passen, aber trotzdem gehört werden sollten. Also war es logisch, diese Ideen auf eigenem Weg rauszubringen.“

Seid Ihr nach vier Alben noch aufgeregt, bevor Ihr was Neues rausbringt?  „Vor Konzerten und der Veröffentlichung vor neuen Alben, Singles und Videos sind wir schon noch aufgeregt. Es ist aber nicht mehr diese mit Unsicherheit gepaarte Aufregung wie am Anfang. Wir sind nicht mehr nervös, sondern positiv gespannt auf Reaktionen. Aber das Kribbeln ist noch immer da.“

Welcher „Revolverheld“-Song ist Dein persönlicher Favorit, und warum? „Wir favorisieren gerade alle ,Ich lass für Dich das Licht  an’. Das liegt am tollen Video, in dem live gezeigt wird, wie David, der älteste Freund von unserem Sänger Johannes, seiner Freundin Saskia einen Heiratsantrag macht. Er hat sie auf einem unserer Konzerte kennengelernt. Es ist nicht nur ein außergewöhnliches und emotionales Musikvideo, sondern auch eine ganz persönliche Geschichte für uns alle.“

Wer hatte die Idee dazu? „Als wir von einem Fernsehauftritt mit dem Zug nach Hause gefahren sind und in Münster unseren Anschlusszug verpasst haben, wollten wir in einer Kneipe die Zeit rumkriegen. Da haben wir zufällig David getroffen. Wir hatten uns lange nicht gesehen, und als wir den Abend zusammen verbrachten, erzählten wir ihm, dass wir zu einem Song ein Video drehen wollen und mit diversen Regisseuren gesprochen haben, deren Ideen uns aber alle nicht umgehauen haben. Und so entstand die Idee.“

Welcher Eurer Auftritte war der bewegendste bisher?  „Die beiden Auftritte vor jeweils gut einer Million Zuschauer am Brandenburger Tor: Einmal haben wir da gespielt, als die deutsche Nationalmannschaft 2008 von der EM zurückgekehrt ist, das andere Mal zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit. Und ein Highlight war der Auftritt in einem kleinen Club in Peking. Die chinesischen Zuhörer haben nix verstanden, trotzdem sind sie begeistert mitgegangen.“

Woher kennt Ihr Jungs Euch eigentlich?  „Bevor es ,Revolverheld‘ gab, haben Jakob, Kris und ich in einer Band gespielt, ein fester Sänger fehlte uns aber. Bei einem Pop-Kurs von der Hochschule Hamburg hat Jakob dann Johannes kennengelernt und ihn zur nächsten Probe mitgebracht. Wir verstanden uns nicht nur musikalisch, sondern menschlich auch gut und wollten alle die gleiche Musik machen – mit deutschen Texten.“

Ende des Monats ist Johannes als Coach bei „The Voice Kids” zu sehen. Wie steht der Rest der Band dazu? Ihr seid ja nicht gerade als Casting-Fans bekannt.  „Wir werden ihm zusehen und auch mal dabei sein. Man muss zwischen Castingshows differenzieren. Bisher waren wir immer klar gegen diese Shows, weil die Konzepte in Deutschland so ausgelegt sind, dass nicht der Künstler, sondern eine tragische Geschichte im Vordergrund steht. Es gibt auch keine richtige Förderung. Bei ,The Voice‘ steht das Können im Mittelpunkt. Das ist ein Format, das man unterstützen kann. Darum ist es für uns kein Problem, da mitzumischen.“

Wie schwer ist es für Euch, öffentliches Leben und Privatleben zu vereinbaren?  „Das geht ganz gut. Am Anfang ist man sehr viel mit der Band unterwegs. Das hat sich geändert. Wir spielen heute nicht mehr so exzessiv. Als Band muss man sich schon anders organisieren mit den Jahren, aber ein gutes Umfeld, tolle Freunde und die Familie machen es möglich, dass wir alles gut unter einen Hut kriegen.“

Wie hat sich Eure Freundschaft im Laufe Eurer Karriere verändert?  „Die Band ist auf Freundschaft aufgebaut. Wir haben nie nur Musik gemacht, sondern immer drauf geachtet, dass wir uns privat gut verstehen. Auch heute noch treffen wir uns in unserer Freizeit, gehen auf Konzerte, ins Kino oder nett essen. Wir machen, was Freunde eben so tun. Wenn man so viel und auf engem Raum zusammen ist, lernt man sich einfach sehr gut kennen.“

Wo kann man Euch treffen, wenn Ihr in Bremen seid? Wohin geht Ihr nach dem Konzert zum Feiern?  „Wir waren in Bremen immer viel im Viertel unterwegs, weil Johannes da ja auch mal gewohnt hat. Die üblichen verdächtigen Kneipen: ,Litfass‘, ,Lila Eule‘, ,Capri Bar‘... Wenn wir in Bremen spielen und sich die Zeit bietet, gehen wir da nach wie vor gerne hin.“

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