Vorsicht geboten

Nein, heute ist nicht Gegenteil-Tag

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Beschwingt in den Tag gestartet? Nur freundliche Gesichter im Büro? Lauter sinnvolle Beiträge mit intelligenten Kommentaren in den Social-Media-Timelines? Wer das Gefühl hat, die Welt ist aus den Fugen geraten, sei ganz beruhigt. Denn für ungewöhnliche Phänomene gibt es zumindest diesen Donnerstag eine völlig rationale Erklärung: Der 25. Januar ist Gegenteiltag.

Dieser „Feiertag" ist die ideale Gelegenheit, mal festgefahrene Routinen auf links zu ziehen. Also einfach mal am Abend in den Tag starten, die Hose über den Kopf ziehen und ein schönes Eis braten. Das Umfeld sollte dabei auf jeden Fall wissen, was Sache ist. So lassen sich Irritationen, Kränkungen und Verletzungen weitgehend vermeiden. Fluglotsen, Fahrlehrer und Ärzte sollten sowieso davon absehen, mitzumachen. 

Wer sich langsam an das Brauchtum herantasten möchte, kann auch nur ein paar (schlechte) Gewohnheiten hinterfragen und umstellen. Klassisch wäre es, einfach mal das Auto stehen zu lassen und mit dem Fahrrad zu Arbeit fahren oder zu lesen statt fern zu sehen.

Hier ein kleiner Film zur Warnung und Veranschaulichung:

Zu verdanken haben wir die Popularität dieses Feiertages einem wirbellosen Quadratschädel, der in einer Ananas ganz tief im Meer wohnt. In der Folge „Im Gegenteil“ der Zeichentrickserie „Spongebob – Schwammkopf“, die am 5. September 2002 in Deutschland ausgestrahlt wurde, führt Spongebobs grießgrämiger Nachbar Thaddäus den Tag ein. Der will sein Haus verkaufen und den Interessenten eine ruhige Nachbarschaft präsentieren. Da Spongebob aber das Gegenteil von ruhig ist, greift Thaddäus zu dieser List, die natürlich nach hinten losgeht.

via GIPHY

Gerüchten zufolge wurzelt der Gegenteiltag in Wirklichkeit in der amerikanischen Politik. Und obwohl Absurditäten aus dem Weißen Haus mittlerweile nichts Ungewöhnliches sind, liegen seine Ursprünge schon deutlich länger zurück: Laut Wikipedia wird die Erfindung des Gegenteiltages dem US-Politiker Alexander Kerr Craig (1828 bis 1892) zugeschrieben, der angeblich am 25. Januar 1872 den ersten „Opposite Day“ begangen hat. Belege dafür gibt es allerdings nicht.

Ganz eindeutig ist die Existenz des Gegenteiltags übrigens nicht. Die Begründung kann zu brezelhaften Gehirnverrenkungen führen: Manche Menschen argumentieren, dass der Gegenteiltag am Gegenteiltag das Gegenteil des Gegenteiltags sein müsste – also ein normaler Tag. Da aber ein Gegenteil immer ein Gegenstück mit entgegengesetzten Eigenschaften voraussetzt, kann es nicht nur normale Tage geben. Sind also alle Tage außer dem 25. Januar die eigentlichen Gegenteiltage?

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