geguckt & gedruckt:„Germany’s Next Topmodel“

Philipp Schockenhoff (22 Jahre) aus Wietzen

„Germany’s Next Topmodel“ (GNTM) geht in die siebte Staffel, und es kommt mir vor, als würde ich zum zehnten Mal darüber schreiben. Ich hab mich deshalb nicht wirklich vorbereitet und auch nur die erste Folge gesehen. Ich bitte Euch, ernsthaft – von 20.15 bis 23 Uhr ist einfach zu viel. Wer guckt denn so lange bei sowas zu?

Alles wie immer: Natürlich ist Heidi Klum dabei. Sie wirkt irgendwie müde, und mich nervt ihr „Hallo, ich bin die nette Heidi! Und ich bin ein ganz normaler Mensch geblieben!“-Getue.

Ihre Mit-Juroren sind die beiden Thomasse, die wohl auch in der letzten Staffel dabei waren, und Jorge González, sprich „Hohche“. Den finde nicht nur ich seltsam, ich kenne mindestens ein Mädchen, das sich vor ihm ekelt. Komischer Typ.

Ich hab mir im Vorfeld Bilder der 50 Kandidatinnen angesehen und dachte: „Hm, die sehen sich ja alle ziemlich ähnlich...“. Aber dann war ich positiv überrascht, als ich die ersten drei Mädchen im Fernsehen gesehen habe. Natürlich gibt es die netten kleinen Kandidatinnen, ganz viele Blondinen, die eher exotischen Frauen und die Tussis, die alle hassen werden, die aber so wichtig für solche Sendungen sind.

Ich behaupte mal, Sara (21) bleibt noch ein bisschen länger dabei. Die ist selbstbewusst, da wirkt man schnell arrogant. In meinem Kopf sind zwei Sätze von ihr hängengeblieben: „Alle Frauen, die hier mitmachen, sind irgendwie mediengeil.“ Und: „Wenn ich tolle Titten hab, dann kann ich die doch auch gerne zeigen.“ Wahre Worte.

Was mich leider wirklich stört, sind diese persönlichen Geschichten, die immer wieder eingestreut werden. Es ist nicht besonders authentisch, wenn ein Fernsehteam in der Küche steht und eine Familie bei einem „ganz normalen“ Gespräch filmt. Ich weiß, dieses „Alltägliche“ gehört zu solchen Sendungen dazu, mich widert es aber trotzdem an.

Natürlich haben sich die Macher ein paar neue Features überlegt. Passt auf, Freunde: Es gibt jetzt, nachdem die Damen auf dem Catwalk gelaufen sind, auch noch eine Kamera mit Selbstauslöser. Es geht darum, ob sich die Möchtegern-Models schnell auf ein Foto einstellen und dafür posieren können. Eine kleine, aber gute Idee. Ich hoffe, davon gibt es im Laufe der Staffel noch ein paar mehr. Ich werde es nicht rausfinden, weil ich es nicht sehen werde – aber es wäre schön für die Zuschauer.

Philipp Schockenhoff (22 Jahre) aus Wietzen

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