geguckt & gedruckt: „Touch“

Rike Schockenhoff aus Wietzen

Wietzen – Ich stehe auf gute Verschwörungen. Deshalb möchte ich Euch gerne die Serie „Touch“ ans Herz legen. Die Hauptrolle spielt Kiefer Sutherland, der – ähnlich wie in „24“ – wieder mal ziemlich alleine die Welt retten muss.

Dieses Mal mimt er einen ehemaligen Journalisten, der sich nach dem Tod seiner Frau im World Trade Center mit Gelegenheitsjobs durchschlägt. Martin muss sich nämlich um seinen autistischen Sohn kümmern, der – wie alle Autisten im Fernsehen – die Zusammenhänge auf der Welt sehr genau durchblickt, aber leider keine Möglichkeit sieht, sie anderen Leuten zu erklären. Und da kommt die Verschwörung ins Spiel.

Dieser kleine Junge kann irgendwie Verbindungen zwischen verschiedenen Menschen erkennen – ob er die ausrechnet oder in die Zukunft sieht oder was sonst, das habe ich auch noch nicht so genau verstanden. Jedenfalls benutzt Jacob (David Mazouz) dazu Handys beziehungsweise deren Nummern und bringt die Leute so miteinander in Kontakt. Seinen verzweifelten Vater, der dem Sohn näherkommen möchte, macht Jacob zum Gehilfen. Das heißt, Martin rennt durch die Gegend, ruft Handynummern an, die sein Sohn ihm aufgeschrieben hat, und hilft den Menschen irgendwie, obwohl er sie gar nicht kennt und schon gar nichts von ihren Problemen weiß. Die erste Folge hat mir gleich sehr gut gefallen, sie war allerdings ziemlich wuchtig.

Ich kann beim besten Willen nicht mehr genau erklären, wie Martin und das Schicksal es geschafft haben, einen Jungen in Bagdad zu retten, der sich als Selbstmordattentäter opfern wollte, um seiner Familie zu helfen. Außerdem verhalfen sie einer Frau aus Irland zu einer Gesangskarriere auf Youtube und gaben einem Mann aus Großbritannien die eigentlich gestohlenen Fotos seiner toten Tochter zurück. Auf jeden Fall hat es funktioniert, und es hat mir gut gefallen. Meine einzige Sorge ist, dass die Serie vielleicht zu viel erklären will – am Ende gar den 11. September – und die Zuschauer dabei die Geduld verlieren.

Deshalb mein Tipp: Schaut Euch „Touch“ an, solange es nur darum geht, einzelnen Menschen zu helfen und die Erzählstränge noch nicht so verstrickt sind.

Rike Schockenhoff aus Wietzen

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