"Sommermädchen" ProSieben, donnerstags, 20.15 Uhr

geguckt & gedruckt: „Sommermädchen“

Philipp Schockenhoff

Wietzen – Ich weiß gar nicht, was ich schreiben soll. Mir gehen tausend schlechte Witze durch den Kopf. Es wird mir auch zu einfach gemacht. Ganz im Ernst. ProSieben hat Sommerflaute und sucht darum mal wieder nach dem „Sommermädchen“.

Kommt schon, mehr Kritik muss gar nicht sein, oder? Die Witze kann sich doch jetzt jeder selbst zusammenbauen, je nachdem, wie dreckig er es mag. Die Kandidatinnen sind langweilig. Das sind bestimmt alles nette Mädels, aber selbst, wenn ich eine von denen mögen würde, würd ich ihr nicht wünschen zu gewinnen.

Da gibt’s doch nichts zu gewinnen. Ein Fotoshooting mit einem Männermagazin? Pffff, dadurch werdet Ihr auch nicht berühmter, zumal Ihr im Laufe der Sendung vermutlich so oft knapp bekleidet fotografiert werdet, dass selbst die chronisch Unterf***ten genug haben.

Ein Kleinwagen? Naja, den kann ich auch per Anruf bei „Schlag den Raab“ bekommen. Die Chance auf 100.000 Euro? Momentchen mal – nur „die Chance“? Ganz richtig, wie Giovanni Zarella, der den ganzen Kram mit seiner Frau moderiert, so schön sagt: „Weil wir unser Sommermädchen so gerne haben, gibt es noch die Chance, 100.000 Euro zu gewinnen.“ Das heißt, wenn sich eine der Frauen da durch gequält hat, bekommt sie keinen Koffer mit Kohle in die Hand gedrückt, mit der sie sich ein neues Leben kaufen kann. Sie bekommt den nur VIELLEICHT! Was den Ablauf der Sendung angeht, bleibt bei ProSieben alles beim Alten.

An welche Shows erinnert Euch Folgendes: Die Mädchen werden in einem luxuriösen Haus einquartiert. In verschiedenen Wettbewerben kämpfen sie um den Sieg. Na? Genau: Wie „Die Model-WG“, „Germany’s next Topmodel“ und „Popstars“. Da ist es mir jetzt auch egal, dass die Mädchen die ganze Zeit in knappen Bikinis rumlaufen. Hat mich schon bei „Germany’s next Topmodel“ nicht gejuckt. 2009 wurde übrigens Nina das Sommermädchen. Wer erinnert sich nicht? Nina, großes N, kleines ina. Verflucht, die „Sommermädchen“ haben eine kürzere Haltbarkeitsdauer als offener Joghurt.

Philipp Schockenhoff (21 Jahre) aus Wietzen

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