geguckt & gedruckt: "Nicht auflegen"

chili-Autor Philipp.

Wietzen - Wenn ein spannender Film kurz ist, bedeutet das nicht, dass man zu wenig Budget hatte oder einfach zu faul war, noch mehr zu filmen. Manche Filme leben davon, dass sie dem Zuschauer keine Pause gönnen. Und so eine Geschichte ist „Nicht Auflegen“ mit Colin Farrell.

Ein Film, der fast ausschließlich in einer Telefonzelle spielt. Könnte langweilig sein, ist es aber nicht. Farrell spielt Stuart Shepard, ein ziemliches Arschloch. Er läuft im Businessanzug durch die Stadt, besorgt Storys für Klatschmagazine und Locations für Auftritte von Gangsterrappern. Er hat eine Frau und eine Geliebte (Typ kleine Schauspielerin, die er groß rausbringt), und als Shepard eines Tages in eine der letzten Telefonzellen der Stadt geht, um seine Freundin anzurufen, geht die Action los. Als er auflegt, klingelt plötzlich das Telefon in der Zelle.

Er geht ran, und ab diesem Moment ist ein Gewehr auf ihn gerichtet. In gutem Fernsehzeitungsdeutsch: Er gerät ins Netz eines Psychopathen, und die einzige Möglichkeit, vielleicht heil da rauszukommen, besteht darin, das kranke Spiel des Irren mitzuspielen. Um es zu gewinnen, muss Shepard sein eigenes Netz zerschneiden. Der Typ am anderen Ende der Leitung scheint Shepard schon lange beobachtet zu haben. Er legt rhetorische Fallen aus, zwingt Shepard dazu, sein Leben zu ändern, aufzuhören zu lügen und sich zu entscheiden, was er will. Verlassen darf er die Telefonzelle aber nicht. Die Ansage: „Wenn Du auflegst, bist Du tot!“

So läuft der Film ab – zwar nicht mal 90 Minuten, dafür aber voller Spannung. Und wer ihn nicht gut findet, der gehört in eine Telefonzelle gestopft, zusammen mit einem leicht reizbaren, mit Chili gefütterten Hund.                   

Philipp Schockenhoff  (20 Jahre) aus Wietzen

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