geguckt & gedruckt: "Na-Na-Na-Na –Mad Men“

Philipp Schockenhoff

Wietzen – ZDFneo wiederholt die erste Staffel von „Mad Men“. Klar, dass ich da am Mittwoch um 23.30 Uhr den Fernseher eingeschaltet habe. „Mad Men“ spielt in den 50-er Jahren in Amerika.

Es geht um Don Draper (Jon Hamm), der ziemlich erfolgreich in einer Werbeagentur arbeitet. Klingt jetzt nicht besonders aufregend. Aber „Mad Men“ hat tolle Kritiken bekommen. Von viel Liebe zum Detail war die Rede, und von viel Witz. „Mad Men“ hat 2008, 2009 und 2010 jeweils den Golden Globe für die beste Drama-Serie bekommen.

„Na-Na-Na-Na-Na-Na-Na-Na – Mad Men!“ So hätte ich die Serie beginnen lassen. Wie früher bei „Batman“. (Ja, ich bin alt...) Wahrscheinlich ein Grund mehr, warum ich nicht beim Fernsehen arbeite. Die 50-er waren scheinbar nur für eine Gruppe eine gute Zeit: für weiße Männer. Frauen waren Tippsen, Hausfrauen, Sexobjekte und Schmuck, schwarze Männer mussten kellnern und all die Jobs übernehmen, für die sich die Weißen zu gut waren.

Aber die weißen Männer durften alles. Zum Beispiel überall rauchen: in Bars, am Arbeitsplatz, im Hallenbad, in der Sauna und sogar beim Arzt. Verflucht, sogar im Aufzug wird geraucht. Außerdem saufen die weißen Männer ständig. In jedem Büro stehen Gläser und Scotch oder Whiskey. Was für eine unkomplizierte Zeit. Rauchen war noch nicht ungesund, und Aspirin wurde auch gerne mal im Schnaps aufgelöst. Und immer, wenn Sekretärin Peggy (Elisabeth Moss) erscheint, erwarte ich, dass jemand ruft: „Come on, let's twist again like we did last summer“.

An diesem Wochenende werde ich auch mal wieder den Twist tanzen. Nächsten Mittwoch sitze ich wieder vorm Fernseher. Ich bin wirklich begeistert von „Mad Men“. An ein paar Stellen hab ich herzlich gelacht. Zum Beispiel darüber, dass selbst die Frauen frauenfeindliche Sätze sagen. Zum Beispiel: „Die Technik wurde so leicht entworfen, dass sogar eine Frau sie bedienen kann.“ (Es geht um eine Schreibmaschine...)

Philipp Schockenhoff (20 Jahre) aus Wietzen

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