geguckt & gedruckt: „Ein Duke kommt selten allein“

chili-Autor Philipp.

Wietzen - Das letzte Mal, als ich über solche Witze gelacht habe, war ich so ungefähr zwölf. Vielleicht, und das wäre mir lieber, hab ich aber auch noch nie über sowas gelacht und damit Klasse gezeigt.

„Ein Duke kommt selten allein“ basiert auf einer gleichnamigen Serie aus grauer Vorzeit. Soweit ich das verstanden habe, lief es in jeder Folge so ab, dass die  Cousins Bo und Luke Duke irgendwelchen Unsinn machen und danach mit ihrem Auto, dem „General“, flüchten. 

Meistens haben sie dabei noch mehr Unsinn gemacht, sind über irgendwelchen Mist gesprungen und bekamen nie Ärger. (Bei mir schleicht sich gerade der Gedanke ein, ob aus dieser Serie „Alarm für Cobra 11“ gesponnen wurde.)

Diese Geschichten wurden für den Film aus der Mottenkiste geholt, ein bisschen modern aufpoliert und mit einer überflüssigen Story ausgeschmückt. Tut mir jetzt leid für alle Fans, aber ich kann Filme mit Johnny Knoxville und Jessica Simpson in tragenden Rollen einfach nicht ernstnehmen. Johnny Knoxville ist eben „Jackass“ und als Schauspieler keine Granate. Und Jessica Simpson... Tja, Jessica Simpson ist mir zu blond, zu vollbusig, zu dumm, zu sexy, zu Plastik, zu was auch immer. „Sex sells“ kann mich mal. Ich bin wirklich der letzte, der an einer schönen Frau rummäkelt, aber selbst mir geht es manchmal einfach nur auf die Nerven, mit immer mehr „Schönheit“ zugeschissen zu werden. Wenn der Film schlecht ist, packen wir eben noch ein paar mehr Brüste rein. Mag sein, dass man das als zwölfjähriger pubertierender Junge gut findet, aber auch das hört mal auf.

Was ich auch nicht verstehe: Warum geben sich die Macher nicht mehr Mühe mit den Autoverfolgungsjagden? Wieso muss der Rauch, der aus der Motorhaube kommt, mit dem Computer gemacht sein und so dermaßen scheiße und unecht aussehen? Und weshalb sind amerikanische Häuser so gebaut, dass jedes Auto problemlos zu einer Seite rein und zur anderen wieder raus fahren kann?

Der Film ist echt nur Klamauk, der keinen Spaß macht. Das Beste daran ist, dass Musik von AC/DC im Hintergrund läuft.

Philipp Schockenhoff (20 Jahre) aus Wietzen

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