geguckt & gedruckt: „Doctor’s Diary“

Wietzen – Ja gut, mag sein, vielleicht bin ich ein Spätzünder. Von „Doctor’s Diary“ läuft jetzt schon die dritte Staffel. Es gibt eine Fanpage, die auf den ersten Blick ziemlich nett wirkt. Wurde wohl wirklich Zeit, sich die Serie mal anzuschauen.

Blöderweise kam sie früher meist zur gleichen Zeit mit ganz vielen anderen Arztserien – „Grey’s Anatomy“, „Private Practice“ oder mein heiß geliebtes „Scrubs“. Da war dann einfach kein Platz mehr für „Doctor’s Diary“. Außerdem hat mich der Untertitel „Männer sind die beste Medizin“ abgeschreckt. Und die Tatsache, dass ich einer deutschen Serie, die auf RTL läuft, nicht viel Potenzial zutraue.

Der Hintergrund zur aktuellen Staffel: Die Ärztin Gretchen Hase heiratet einen Mann, der scheinbar reich ist, dafür aber mit dem Namen einer amerikanischen Hardcore-Erotik-Darstellerin gesegnet. „Alexis“ – huuuh... An alle Kinder, deren Eltern die selbe tolle Idee hatten: Tut mir leid für Euch!

Noch während der Trauung haut es Gretchens Vater aus den Socken. Nach einem schnellen Hochzeitsfoto mit Atemmasken geht es ab ins Krankenhaus. Da kommen dann alle anderen Charaktere dieser Krankenhausserie dazu. Machoärzte („Alles Weibliche über 60 Kilo zähl ich doppelt“), mit denen Gretchen mal was hatte, ein Bushido- Verschnitt mit Wiener Slang und die seltsamste Krankenschwester überhaupt. Mein Lob geht raus an „Schwester Sabine“ alias Annette Strasser. Ich weiß nicht genau, was ihr Problem ist, aber die hat mir wirklich gefallen.

Auch der Schauspieler Elyas M'Barek, normalerweise abonniert für den Proto-Türken, ist wirklich gut mit seinem überraschenden österreichischen Akzent. Die Hauptdarstellerin Diana Amft als Gretchen Hase finde ich auch sehr realistisch. Und „Jetzt machen wir aus Sat.1 mal kein Arte“ ist auch ein Topspruch. Als Typ ist mir das ganze Gezicke über Gretchens Gewicht ein bisschen zu viel, aber insgesamt gefällt mir die „Unschuld in Übergröße“. Ich bin vermutlich ein Romantiker und damit wohl genau richtig für diese Serie. Hier geht es ja immerhin um Liebe und das unverstellte Gretchen, das sie ständig sucht.

Denn obwohl der ewige Single jetzt verheiratet ist, ist sie nicht so ganz zufrieden. Okay, wenn sie sich scheiden lässt, bekäme sie die Hälfte des Vermögens von ihrem – wie es erst mal aussieht – reichen Mann. Man könnte es auch schlechter erwischen, ehrlich. Nur: Ihr Millionärsmacker ist scheinbar ein Betrüger und hat eine Frau umgebracht. Da ist also noch Potenzial in der Geschichte. Als Fazit gebe ich der Serie auf jeden Fall ein „Okay“. Klar, an manchen Stellen krankt es ein bisschen, aber es ist trotzdem eine der besseren neuen deutschen Serien und der Beweis, dass es sowas überhaupt gibt. Außerdem spielt Nora Tschirner mit, und so ziemlich alles wird aufgewertet, wenn Nora Tschirner mitspielt.

Philipp Schockenhoff (21 Jahre) aus Wietzen

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