geguckt & gedruckt: „V – Die Besucher“

Philipp Schockenhoff (21 Jahre) aus Wietzen

Wietzen – Außerirdische auf ProSieben gelandet. Gähn. Armer Sender. Da machen sich die Filmemacher die Mühe, eine neue Serie aus Amerika zu besorgen – und dann entscheiden sie sich ausgerechnet für „V – Die Besucher“ (Montag, 20.15 Uhr). Warum die Besucher „V“ heißen? Keine Ahnung.

Ob ich das gut finde? Nö. Ist ein doofer Titel. Aber der Titel ist wohl das geringste Problem, zumal die Serie ein Remake einer tausend Jahre alten Serie aus Amerika ist. In der ersten Folge werden erst mal alle wichtigen Charaktere gezeigt. Die FBI-Mutter, der Sohn, das schwarze Pärchen und so weiter. Dann kommt ein Raumschiff, Flugzeuge stürzen ab.

Public Viewing mal anders, alle gucken bis zur Genickstarre hoch. Ein knackscharfes Bild baut sich auf, und die Menschheit sieht eine ebenfalls menschlich aussehende Frau, die verkündet: „Habt keine Angst. Bla... Wir kommen in Frieden. Bla...“ Ihr wisst schon, der Quatsch, den alle Aliens reden, bevor sie mit ihrem Laserstrahl anfangen zu brutzeln. Nicht so die „V“, diese langweiligen Arschgeigen. Sie bleiben bei ihrem Friedensquatsch. Dann springt die Serie drei Wochen in die Zukunft.

Und immer noch: langweilige Harmonie. Die einzige negative Reaktion, die den Aliens entgegengebracht wird, sind ein paar Demonstrationen. Kann ich gut verstehen. Ich wäre auch misstrauisch, wenn eine hoch entwickelte Lebensform auf die Welt käme und uns einfach so Heilmittel gegen die schlimmsten Krankheiten gäbe. Die Außerirdischen geben Pressekonferenzen, lassen Leute auf ihr Raumschiff und bilden Friedensbotschafter aus. Die Friedensbotschafter dürfen Flugblätter verteilen. Spannung pur. Irgendwann stellt sich aber doch raus: Die Aliens sind gar nicht so nett. Wer hätte das gedacht?

Eine gute Serie hätte die Zuschauer ein bisschen länger im Dunkeln tappen lassen, was die außerirdischen Besucher im Schilde führen. „V“ scheißt drauf. Wir wissen sofort, wer gut und wer böse ist. Geheimnisse? Gibt’s nicht. Spannung? Gibt’s nicht.

Philipp Schockenhoff (21 Jahre) aus Wietzen

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