Meine Spanischfortschritte

Woche drei, der Duolingo-Streak ist vorbei

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Fünf Minuten Spanisch täglich, das war mein Ziel. Jetzt habe ich meinen Streak verloren und bin kläglich gescheitert. 

Wie viel Spanisch kann man eigentlich mithilfe eines einzigen Online-Tools lernen? Im Selbstversuch komme ich einer Antwort auf diese Frage immer näher. Über meine Fortschritte werde ich in dieser Serie berichten.

Also mittlerweile geht mir die Duo-Eule latent auf die Nerven. Insbesondere die tägliche Erinnerungsmail, die stets aufs Neue in meinen Posteingang flattert, selbst wenn ich meine fünf Minuten Spanisch bereits absolviert habe. Ich gebe offen zu, dass ich manchmal aus Trotz bis ganz spät abends warte, bis ich die Mail überhaupt öffne. Ich will ja Spanisch lernen, aber ich lasse mich doch nicht herumschubsen. Und das noch von einer Eule, die scheinbar nix anderes als Sonnenschein kennt… aber zurück zum Wesentlichen.

Seit ein paar Wochen teste ich nun schon das Online-Tool Duolingo. Mittlerweile habe ich ein paar Sprach-Fortschritte gemacht und konnte ein paar „Level“ und „Lektionen“ aufsteigen. Je mehr Übungen ich mache, desto mehr Parallelen fallen mir zwischen den Sprachen Spanisch und Latein auf. Was ja auch nicht weiter verwunderlich ist, schließlich wird Latein auch als Ursprung oder „Mutter“ der europäischen Sprachen bezeichnet. Das es sich aber im Endeffekt als so nützlich herausstellen würde, hätte ich ehrlich nicht gedacht. Hat sich damals wohl doch gelohnt, sich in der Schule für die tote Sprache Latein zu entscheiden.

In den verschiedenen Übungsfeldern gilt es eine gewisse Anzahl an Lektionen zu absolvieren, bis man eine Stufe aufsteigt. 

Denn dadurch, dass das Duolingo-Tool sehr viel mit vorgefertigten Satzbausteinen arbeitet und seinem Nutzer Wortbedeutungen per ständiger Wiederholung beibringt, habe ich bis jetzt kaum etwas über die eigentliche spanische Grammatik gelernt. Ich kann die Worte zwar wiedererkennen und ihre deutsche Bedeutung – oder eben andersherum – wie bei einem Memory-Spiel zuordnen, aber nicht selbst Worte in den richtigen Kasus oder die richtige Person setzen. 

Fast wie ein Memory: Zu Beginn jeder Lektion ordne ich die spanischen Worte ihrer jeweiligen Bedeutung zu. 

Vielmehr plappere beziehungsweise tippe ich die Worte, die mir das Tool beibringt einfach so lange wie ein Papagei nach, bis ich es mindestens einmal richtig habe und endlich in die nächste Stufe aufsteige, nachdem ich mich verflixte zwei Mal vertippt hab. 

via GIPHY

Dieses banale Nachplappern könnte später zu einem echten Problem werden, wenn ich wirklich versuchen sollte, mit jemandem Spanisch zu sprechen.

Aber apropos „nächstes Level“: LEIDER habe ich es Mittwoch versäumt meine täglichen fünf Minuten Spanisch zu absolvieren. Das hatte zur Folge, dass ich als Strafe meinen Streak verloren habe.

Ein Streak ist die Anzahl der Tage am Stück, in denen man täglich die selbst vorgesetzte Anzahl an Punkten auf Duolingo erreicht hat. Schafft man das nicht, verliert man diesen und startet - unabhängig davon, wie hoch er war – wieder bei Null. Und das macht Duo ganz schrecklich traurig. Wie schade. Auch hatte es zur Folge, dass ich meine Lingo-Wette verloren habe. Lingos sind die virtuelle Währung in Duolingo, mit denen man sich zum Beispiel neue Übungen oder einen „Streak auf Eis“ kaufen kann. Mit diesem kann man trotz eines untätigen Tages seinen Streak aufrecht erhalten. Hätte ich das man gemacht, dann hätte ich zumindest die Duo-Eule bei Laune halten können… Naja, vielleicht beim nächsten Mal.

Über das Image der Duolingo-Eule im Netz habe ich mich ja schon schlau gemacht. Jetzt bin ich gespannt, was mir wohl blüht...

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