Merkwürdige Wort-Wirrungen

Umstuhlung im Museum: So skurril ist die deutsche Sprache

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Die "Reise nach Jerusalem" kann beginnen.

Von Marvin Köhnken. Kaum eine Sprache bietet so viele Fallstricke wie die deutsche. Ob nun lange Schachtelsätze, nicht enden wollende Wortkonstruktionen oder holpriger Behördensprech - die Reaktionen darauf reichen vom Kopfschütteln bis hin zu Lachattacken.

Ein Punkt, bei dem besonders gerne auf passende Formulierungen geachtet wird, ist die deutsche Tugend der Ordentlichkeit. Ob im Straßenverkehr, im Kühlschrank oder in der Schule - alles hat an seinem Platz zu stehen. Ein treffendes Beispiel lieferte der Internet-Gemeinde kürzlich ein Tweet aus dem Deutschen Museum München:

Besonders für viele Ausländer ist und bleibt die deutsche Sprache ein Buch mit sieben Siegeln - da kann es ansonsten noch so gut mit der Integration klappen. Das geht bei der Zuordnung von Artikeln los - „der Gerät“ lässt grüßen, der schläft nämlich nie:

Hin und wieder sind es aber gerade Menschen, die Deutsch nicht mit der Muttermilch aufgesogen haben, die Muttersprachler auf die Eigenarten im Deutschen hinweisen und sie auf diese Weise ins Grübeln versetzen:

Auch die martialische Aussprache voller wütender Konsonanten und knallharter Silben werden außerhalb der Staatsgrenzen gerne mal durch den Kakao gezogen. Wer, wenn nicht die Deutschen kriegen es hin, ein so schönes Tier wie den Schmetterling mit einem derart brachialem Wort zu ehren? Und es ist wahrlich nicht das einzige Beispiel, das im Internet viele Freunde gefunden hat:

Kaum etwas ist schöner als in geselliger Runde mit Zungenbrechern alle andere Anwesenden in den Schatten zu stellen. Fischers Fritze ist da nur einer von vielen Klassikern - bei Youtube hat es vor allem Rhabarberbarbara zu besonderer Berühmtheit gebracht:

Einfach ist tatsächlich anders. Am Ende zählt im Alltag abseits aller Gender- oder Zeitgeistdebatten aber: Jeder so, wie er es gerne mag! Auch am Küchentisch - zum Trinken oder zum Essen:

Wichtig ist, dass man einander versteht. Für eine allzu gestelzte Ausdrucksweise gibt es höchstens im Büro Bonuspunkte, im Alltag - am Imbissstand oder anderswo - kommt es letztlich auf den Inhalt an:

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