Was fasziniert zwei 17-jährige Mädels an einer alten Kelten-Tradition wie „Irish Dance“?

„Das ist mein Tanz!“

Zwei 17-jährige Mädels sind fasziniert von der alten Kelten-Tradition des „Irish Dance“.

Bremen. Tanzen – das macht Nina Sprathoff schon ungefähr so lange, wie sie laufen kann. Los ging es mit klassischem Ballettunterricht. Als sie älter wurde, fing Nina mit Hip-Hop an. Bis sie endgültig dem Steptanz verfiel. „Irish Dance ist mein Tanz!“, sagt die 17-Jährige aus Sottrum.

„Das ist für mich von allen Tanzstilen die größte Herausforderung und macht mir am meisten Spaß.“ Svenja Stolz kann Ninas Begeisterung gut verstehen. Die beiden Mädels trainieren seit Jahren in der selben Gruppe. „Für mich war der Auslöser ein Besuch bei ,Riverdance’. Nachdem ich in der Show war, wollte ich unbedingt selbst lernen, so zu tanzen.“

Glück für sie, dass Bremen eine „Irish Dance School“ hat. Dafür nimmt die 17-jährige Schülerin aus Achim auch gerne den 20-minütigen Weg zum Training in Kauf. Was fasziniert die beiden so am Irish Dance? „Der Schwerpunkt des Tanzstils liegt auf den schnellen Füßen“, erklären die zwei. „Alles soll locker und leicht aussehen – aber das im richtigen Tempo und Rhythmus hinzukriegen, ist unglaublich schwer. Wenn man es nach langer Übung endlich schafft, ist man natürlich stolz“, meint Nina. „Mich fasziniert auch die Geschichte, die hinter dem Irish Dance steckt“, sagt Svenja. „Der Tanz hat eine unglaublich lange Tradition. Und er wird ausschließlich zu irischer Musik getanzt. Das gibt dem Ganzen eine besondere Atmosphäre.

Seit ich zum ersten Mal ,Riverdance’ gesehen habe, bin ich ein Fan dieser Musik. In der Show wird gezeigt, wie der Tanz ursprünglich entstanden ist – nämlich als Partnertanz. Sozusagen als Möglichkeit für die Männer und Frauen der Keltendörfer, sich kennenzulernen und näherzukommen.“

Durch irische Auswanderer kam der Tanz auch nach Amerika und vermischte sich da mit anderen Tanzstilen. „So entstand der American Tap Dance“, weiß Nina. „Und über den kam ich nach meiner Hip-Hop-Phase zum Irish Dance.“ „Heute wird Irish Dance teilweise auch noch als Partnertanz im großen Kreis getanzt“, erzählt Svenja. „Häufiger sind aber Solisten oder Formationen.“ Beide Mädels haben schon Auftritte bei der Deutschen Meisterschaft im Irish Dance erlebt – Nina als Solistin und Svenja in der Formation. „Dieses Jahr im Herbst soll es wieder eine Deutsche Meisterschaft geben. Wir hoffen, dass wir mit unseren Teams auch dabei sind“, wünschen sich die beiden.

Ein anderer Traum von Nina und Svenja ist es, mal in das Land zu fahren, aus dem ihr Lieblingstanz kommt. „Ist bestimmt toll, durchs Land zu reisen, die Leute dort kennenzulernen und die Landschaft und Atmosphäre zu genießen. Ich finde, Irland hat sowas Geheimnisvolles. Das zieht mich irgendwie an“, schwärmt Svenja. Nina nickt: „Tanzen und gleichzeitig das Land kennenlernen – das wär toll!“

Anja Nosthoff (25 Jahre) aus Wildeshausen

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