Da hilft nur: Vorfreude behalten und Musik aufdrehen

Kommentar: Konzerte und Festivals im Sommer? Nö. Deswegen traurig sein? Auf jeden Fall!

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Green Day im Sommer? Nö.

Keine Großveranstaltungen bis einschließlich 31. August 2020 – das wurde am Mittwoch beschlossen. Die Corona-Krise lässt einen Sommer voller Festivals und großen Konzerten ausfallen. Das war abzusehen, aber traurig dürfen wir deswegen trotzdem sein.

Zugegeben: Konzerte und Festivals sind das unwichtigste und unnötigste, über was man sich derzeit Gedanken machen sollte. Es gibt wesentlich dringendere Dinge, wichtigere Branchen und völlig andere Sorgen, die während der Corona-Krise ganz oben in der Prioritätenliste stehen. Bevor wir es uns auf einem Festivalgelände gut gehen lassen oder unserer Lieblingsband zujubeln, muss erst einmal der ganz normale 08/15-Alltag wieder hochgefahren werden. Das Vergnügen kommt – wie immer – erst viel später, das sollte uns allen klar sein.

An Konzerten und Festivals hängt viel Herz

Dennoch treffen ausgefallene oder verschobene Konzerte und Festivals viele Menschen direkt ins Herz, obwohl der Verzicht darauf nur vernünftig ist. Warum? Weil es um Leidenschaft geht.

Für viele von uns ist das Festival-Wochenende oder das große Open-Air-Konzert im Sommer vergleichbar mit Urlaub, auf den wir uns seit Monaten freuen. Das Ticket, für das wir gespart hatten, wartet seit Monaten auf seinen Einsatz. Die Vorfreude steigt mit jedem Tag. Es ist das Highlight des Jahres, der Inbegriff von Freiheit. Einfach mal an nichts zu denken, sich um nichts zu kümmern.

Ich persönlich hab mich gedanklich schon längst darauf eingestellt, dass ich im Juni weder Green Day in Groningen noch Iron Maiden in Bremen zujubeln werde. Aber der Gedanke, dass die Events nun offiziell ausfallen, bricht mein großes Fan-Herz schon enorm. Es ist nicht egoistisch, deswegen traurig zu sein. Es ist ganz normal – und ein sehr persönliches mieses Gefühl, wenn der beste Tag des Jahres, auf den man seit Ewigkeiten hin fiebert, ausfällt oder weit nach hinten verschoben wird. Egoistisch wäre, irgendwem die Schuld für die derzeitige Situation zu geben.

Corona-Krise: Vorfreude ist nicht verboten

Momentan hilft nur eins: Vernünftig sein und sich auf einen Sommer ohne Festivals und Konzerte einstellen. Was außerdem hilft: Konzertticket gut aufbewahren, das Lieblings-Band-Shirt anziehen, Musik laut aufdrehen und die Vorfreude auf das eigentliche Konzert oder Festival noch etwas verlängern. Vorfreude kann man Gott sei Dank nicht absagen.

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