Initiative zeichnet CDU-Vorsitzende aus

Gegen Ehe für alle: AKK zur „Miss Homophobia“ gekürt

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Annegret Kramp-Karrenbauer ist zur „Miss Homophobia 2018“ gekürt worden.

Berlin - Die neue CDU-Bundesvorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer ist in einer Online-Abstimmung zur „Miss Homophobia 2018“ gekürt worden. Auf Platz zwei ist Alice Weidel (AfD) gelandet.

An der Abstimmung der schwul-lesbischen Menschenrechtsinitiative „Enough is Enough“ beteiligten sich den Angaben zufolge mehr als 12.000 Menschen. 45 Prozent von ihnen stimmten für Kramp-Karrenbauer. 

Die CDU-Politikerin sei vor und im Zeitraum der Abstimmung mehrfach dadurch aufgefallen, dass sie die Ehe für alle infrage gestellt und gleichgeschlechtliche Lebensweisen mit Inzucht und Polygamie verglichen habe, hieß es am Dienstag in Berlin. 

Kramp-Karrenbauer hatte 2015 als saarländische Ministerpräsidentin gesagt, es gebe bisher eine klare Definition der Ehe als Gemeinschaft von Mann und Frau: „Wenn wir diese Definition öffnen in eine auf Dauer angelegte Verantwortungspartnerschaft zweier erwachsener Menschen, sind andere Forderungen nicht auszuschließen - etwa eine Heirat unter engen Verwandten oder von mehr als zwei Menschen.“

Kramp-Karrenbauer verteidigt ihren „traditionellen Ehebegriff“

Sie sei dafür sowohl in der eigenen Partei als auch im eigenen Familienkreis stark kritisiert worden, habe aber bis zur Wahl als neue CDU-Vorsitzende auf ihren „abstrusen Positionen“ beharrt, schreibt die Initiative. Noch im November hatte Kramp-Karrenbauer ihren „sehr traditionellen Ehebegriff“ im Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) verteidigt.

Neben Kramp-Karrenbauer waren auch die AfD-Politikerinnen Alice Weidel und Nicole Höchst, der österreichische Volks- und Rockmusiker Andreas Gabalier und Papst Franziskus für die Negativ-Auszeichnung nominiert. 

Auf die Vorjahresgewinnerin Weidel entfielen 19 Prozent der Stimmen und auf Gabalier 18 Prozent. Für Höchst und den Papst votierten jeweils neun Prozent der User. Über die schwulen- und lesbenfeindlichste öffentliche Person ließ die Menschenrechtsinitiative zum vierten Mal abstimmen.

epd/afp/kab

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