Humorvoller Tweet geht viral

Die Bremer Polizei entdeckt ihre Liebe für Twitter

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Die Polizei in Bremen hat am Neujahrsfeiertag ihren Twitter-Account wiederentdeckt.

Die Polizei in Bremen hat ihren ersten Tweet gesendet - rund zwei Jahre nach der Aktivierung des Accounts. Aus dem Stand erreichte der humorvolle Text mehr „Gefällt mir“-Angaben als der Account Follower hat.

Twitter kann für den Betreiber eines Accounts Fluch und Segen zugleich sein. Die direkte Kommunikation mit den übrigen Usern birgt Chancen und Risiken, vor allem aber bedeutet er richtig umgesetzt viel Arbeit. Wer den richtigen Ton trifft, kann in brenzligen Situation für Entspannung sorgen. Wer sich im selbigen vergreift, wird schnell mit einem Shitstorm überschüttet.

Abseits des Polizei-Alltags nutzen zahlreiche deutsche Polizeidienststellen mittlerweile einen Twitter-Account. Dort werden Pressemeldungen verbreitet, vor aktuellen Gefahrensituationen gewarnt und - wenn es gerade nichts Wichtiges zu sagen gibt - Image-Pflege betrieben.

In diese Kategorie fällt der erste Tweet der Bremer Polizei. Eine Schippe Selbstironie, wenige Worte im typischen Twitter-Stakkato-Stil geschrieben und mit einem Emoji versehen - mehr brauchte es nicht, um die Aufmerksamkeit auf die neu entdeckte Liebe der Bremer Beamten für die Kurznachrichten-Plattform zu lenken.

Anstatt sich auf dem Erfolg auszuruhen, folgten die Social-Media-Polizisten dem Twitter-Grundsatz: „Gibt deinen Freunden das Gefühl, dass du sie ernst nimmst.“ Rund 70 Antworten hatten die Kollegen bis zum Mittwochmittag bereits abgeschickt - insgesamt hatten da bereits knapp 350 Accounts den Tweet weiterverteilt oder kommentiert.

Jana Schmidt ist eines von derzeit vier Mitgliedern im Bremer Social-Media-Team - fünf sollen es in Kürze sein, wenn die Abteilung in der Pressestelle komplett besetzt ist. Gesichert hatten sich die Bremer den Account bereits Ende 2016, um Fakes vorzubeugen. Nun sei auch ausreichend Personal vorhanden, um neben Facebook auch Twitter zu bespielen, berichtet die Beamtin.

„Unser Ziel ist es, am Puls der Zeit aktuelle Meldungen zu veröffentlichen sowie Verkehrsbehinderungen und laufende Einsätze zu begleiten“, sagt Schmidt. Wie man das am besten umsetze, ohne in Shitstorm-Fallen zu treten, lernt das Team im regelmäßigen Austausch mit Kollegen aus anderen Städten. Vor allem die Teams aus München, Hamburg, Berlin und Frankfurt hätten viele Erfahrungen gemacht, die nun in Bremen hilfreich sein sollen.

Einen 24/7-Service will das Team in Bremen nicht anbieten, auch für Anzeigen und Notrufe gebe es andere Anlaufstellen wie die Online-Wache und den Notruf 110. „Unsere Arbeitszeiten haben wir unseren Aufgaben angepasst und machen die Arbeit auch so gerne, dass wir auch darüber hinaus hin und wieder auf den Account schauen werden“, sagt Social-Media-Expertin Schmidt.

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