Zeit für „Breaking Bad“

#lifehack: Gesund werden mit Walter White und Jesse Pinkman

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Vielen Dank für die Medizin!

Krank sein ist einfach ätzend. Wie gut, dass es heutzutage eine hilfreiche Medizin gibt: den ganzen Tag rumliegen und Serien gucken. Das wirkt viel besser als Hustensaft. Als mich eine Viren-Armada neulich völlig zerstört hatte, beschloss ich, endlich mal „Breaking Bad“ zu gucken.

Ja, ich bin wohl der einzige Mensch, der bislang nichts mit Walter White und Jesse Pinkman zu tun hatte und den Hype nicht wirklich nachvollziehen konnte. Bis jetzt. Rund 50 Stunden habe ich während meiner Krankheitszeit mit den beiden verbracht, alle fünf Staffeln hab ich durchgesuchtet. Ich kam mir selbst irgendwann vor wie eine Süchtige, die fertig aufm Sofa hängt und neuen Breaking-Bad-Stoff braucht. Ich lebte quasi in der Serie, ich liebte sie und ich konnte kaum mal eine Pause machen, weil ich jede verdammte Serien-Minute durch meine verstopfte Nase ziehen musste. 

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Jesse Pinkman weckte irgendwie meinen Beschützerinstinkt. Ich wollte ihn in den Arm nehmen und ihm sagen, dass alles wieder gut wird. Auch wenn es ganz klar danach aussah, dass alles noch viel beschissener wird. Weil ich Jesse nun mal nicht abknutschen und trösten konnte, sah ich diese Aufgabe bei Walter. „Nimm ihn doch endlich mal in den Arm! Der Junge ist sowas von am Ende!“, rief ich dem Fernseher entgegen. 

„Breaking Bad“: Seltsame Vater-Sohn-Beziehung

In der fünften Staffel war es endlich soweit: Walter nahm Jesse in den Arm. Ob das nach Walters ganzen Lügen und manipulativen Aktionen auch wirklich ehrlich war, weiß ich nicht. Aber es wirkte ehrlich und berührte mich. Ich war glücklich. Danach ging die Scheiße zwar erst richtig los, aber irgendwie beruhigte es mich zu sehen, dass sich zwischen den beiden nicht nur eine geschäftliche Abhängigkeit, sondern auch sowas wie eine – wenn auch seltsame – Vater-Sohn-Beziehung entwickelt hatte. 

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Nach 62 Folgen „Breaking Bad“ war ich durch – und wieder gesund. Jetzt frage ich mich allerdings, wer das nächste Mal Medizin für mich kochen soll, wenn ich mal wieder krank bin. So eine hohe, wirkungsvolle Dosis haben wohl nur Walter und Jesse hinbekommen.

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