Erster Direktor stirbt mit 77 Jahren

Weserburg trauert um Deecke

Thomas Deecke

Bremen - Er sorgte dafür, dass Bremen am 6. September 1991 als erste Stadt in Europa ein reines Sammlermuseum eröffnen konnte und brachte die großen Namen der Gegenwartskunst an die Weser: Am vergangenen Dienstag ist der Gründungsdirektor der Weserburg, Thomas Deecke, im Alter von 77 Jahren gestorben.

Unter seiner Führung fand das Museum nicht nur seinen Platz in den alten Speicherhäusern auf dem Teerhof, sondern es gelang ihm zwischen den Jahren 1991 bis 2005 außerdem, herausragende Sammler aus dem In- und Ausland an „sein“ Museum zu binden. Doch nicht nur das: Auch in die bis heute schwelende Diskussion über den zukünftigen Standort der Weserburg und damit auch der Zukunft des Hauses mischte sich Deecke ein – fuhr die großen Geschütze auf. So warf er im Jahr 2014 der Kunsthalle Bremen vor, der Weserburg in den Rücken zu fallen, während er den Politikern fehlenden Mut zum Schutz der Museumsszene attestierte.

Dementsprechend groß war dann gestern die Trauer über Deeckes Tod in der Weserburg, die in einer Mitteilung an die Presse die Verdienste des ersten Direktors würdigt. Dort heißt es: „In Deeckes Amtszeit konnte sich das Haus nationales und internationales Ansehen erarbeiten.“ Ein Ansehen, von dem das Museum bis heute zehrt – aller politischen Diskussionen zum Trotz. - ban

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