Siedentopf zieht Neubau-Angebot zurück

Weserburg bleibt auf dem Teerhof

Bremen - Über Monate beschäftigte eine brisante Standortfrage die Bremer Kunstszene: An welchem Platz wird in Zukunft die Weserburg, das Museum für Moderne Kunst, stehen?

Die Stiftung des dringend sanierungsbedürftigen Hauses prüfte seit Oktober 2012 zwei Optionen: Eine Aufwertung des bisherigen Gebäudes auf dem Teerhof und einen Neubau in der Überseestadt. Gestern wurde in einer Pressemitteilung die Entscheidung bekanntgegeben: Die Weserburg werde sich jetzt auf die Aufwertung des bisherigen Standorts konzentrieren, so der Stiftungsratsvorsitzende und die Museumsleitung.

Hintergrund der überraschenden Entscheidung ist ein Kurswechsel der Fa. Siedentopf: „Das Unternehmen hat der Stiftung Neues Museum Weserburg mit Bedauern mitgeteilt, dass sie ihr Angebot, an einem Neubau der Weserburg, Museum für moderne Kunst, in der Bremer Überseestadt mitzuwirken, im Interesse einer zügigen Weiterentwicklung des Weser Quartiers nicht länger aufrecht erhalten könne. Hinsichtlich des seit mehreren Jahren reservierten Grundstücks und der für den möglichen Neubau geblockten personellen und finanziellen Ressourcen habe bei Siedentopf eine Entscheidung getroffen werden müssen“, heißt es in der Pressemitteilung.

Der Vorsitzende des Stiftungsrats der Weserburg, Dr. Klaus Sondergeld, und die Museumsleitung, Carsten Ahrens und Swantje Markus, erklärten dazu: „Die Stiftung dankt Siedentopf für das große Interesse an der zukünftigen Entwicklung des Museums, das sie mit der interessanten Neubauofferte zum Ausdruck gebracht hat. Die Stiftung wird sich jetzt auf die Anpassung und Attraktivierung des Teerhof-Gebäudes konzentrieren. Es ist geplant, dass die Stiftung am 11. Juni ausführlich über den Stand der Planungen in der Kulturdeputation berichtet.“

Die Entscheidung dürfte einige Akteure in der Bremer Kunstszene aufatmen lassen: Vor allem die Gesellschaft für Aktuelle Kunst auf dem Teerhof und das mit der Weserburg assoziierte Studienzentrum für Künstlerpublikationen hatten um ihre Existenz im Falle eines Standortwechsels der Weserburg gebangt. Die GAK hatte Diskussionsforen initiiert, auf denen große Skepsis des Öffentlichkeit gegenüber einem von der Leitung der Weserburg mutmaßlich favorisierten Umzug in die Überseestadt laut wurde. · rb

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