Tolles Klima

Theater Bremen stellt die kommende Spielzeit vor

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Michael Börgerding.

Bremen - Von Wolfgang Denker. Das Bremer Theater am Goetheplatz hat sich für die Spielzeit 2019/2020 wieder viel vorgenommen: Insgesamt sind in den Sparten Schauspiel, Musiktheater, Tanz, MOKS und Junge Akteure 33 Premieren geplant.

Es sei das tolle Klima und die gute, familiäre Stimmung, die am Theater vorherrsche, sowie ein vielseitig einsetzbares Ensemble, das solche Kraftanstrengungen erst möglich macht, betonte Intendant Michael Börgerding zu Beginn der Pressekonferenz. 

Und diese Voraussetzungen würden auch viele Regisseure, die inzwischen längst an größeren Häusern inszenieren, dazu bewegen, immer wieder an das Bremer Haus zurückzukehren. „Wiederkehrer“ könnte als Motto über der gesamten Spielzeit stehen. Dafür stehen Namen wie zum Beispiel Tatjana Gürbaca, Frank Hilbrich, Armin Petras, Felix Rothenhäusler oder Marco Storman.

Dabei befindet sich das Schauspiel überwiegend in weiblicher Hand: Pinar Karabulut, Alize Zandwijk, Selen Kara, Monika Gintersdorfer, Nina Mattenklotz und Elsa-Sophie Jach werden (neben u. a. Armin Petras, Felix Rothenhäusler und Klaus Schumacher) inszenieren. Starke Frauen sind dabei auch oft das Thema wie in Tschechows „Drei Schwestern“ (29. Mai), Brechts „Die heilige Johanna der Schlachthöfe“ (9. April) oder „Die Marquise von O. – Faster, Pussycat! Kill! Kill!“ (30. April) nach Heinrich von Kleist und Russ Meyer. 

Daneben gibt es u. a. „Attentat oder Frische Blumen für Carl Ludwig“ (13. September) von Mehdi Moradpour, „The End. Eine Replikantenoper“ (26. September) von Jan Eichberg, „Vögel“ (28. September) von Wajdi Mouawad, „Schloss Rosmersholm“ (8. November) nach Ibsen, „Mutter Vater Land“ (22. November) von Akin Emanuel Sipal, „Die rote Zora und ihre Bande“ (24. November) von John von Düffel, „Schäfchen im Trockenen“ (17. April) nach dem Roman von Anke Stelling, „Die Dreigroschenoper“ (22. Februar) von Brecht und einiges mehr. Bei fünf dieser Premieren handelt es sich um Uraufführungen.

Im Musiktheater setzt man mehr auf klassische Werke, wobei der Bogen vom Barock bis zur Moderne gespannt wird. Los geht es mit „Der Rosenkavalier“ (20. September) von Richard Strauss. Es ist die absolute Lieblingsoper von GMD Yoel Gamzou, die allerdings in einer stark gekürzten Version gebracht wird. Es folgt der Klassiker „Don Giovanni“ (20. Oktober), und darauf dann Händels „Alcina“ (10. November). 

Die leichte Muse ist mit „Pariser Leben“ vertreten - eine Gala, die Silvester präsentiert wird. „Jakob Lenz“ (1. Februar) berücksichtigt die Moderne. Bei Verdis letzter Oper „Falstaff“ (15. März) schwingt erstmalig Marko Letonja, der GMD der Bremer Philharmoniker, den Taktstock im Theater am Goetheplatz. Bei „Jenufa“ (9. Mai) von Janácek übernimmt Yoel Gamzou die musikalische Leitung. Der Abschluss ist experimentell: „Chaosmos“ (20. Juni) ist eine „interaktive Gabelstapler-Oper über Ordnung und Unordnung“, die in Kooperation mit den Häusern in Halle und Wuppertal entwickelt wird.

Beim Tanztheater gibt es vor allem drei große Produktionen, die sich alle mit dem Thema Identität beschäftigen, aber von stilistisch sehr unterschiedlichen Choreografen gestaltet werden. „Bravehearts“ (18. Oktober) von Samir Akika, „Spektrum“ (24. Oktober) von Máté Mészáros, bei der der Bühnenraum des Kleinen Hauses mit Videos und Licht geformt wird, sowie „Young Dogs Do Cry Sometimes“ (14. Februar) wieder von Samir Akika.

Das MOKS präsentiert u. a. „Jugend ohne Gott“ (7. Dezember) nach Ödon von Horváth und Junge Akteure „Frühlings Erwachen“ (16. Januar) nach Wedekind. Auch die Reihe der Familienkonzerte wird mit drei Veranstaltungen am 1. Dezember, 16. Februar und 21. Juni fortgesetzt.

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