Tocotronic mit Streifzug durchs Schaffen im Thalia-Theater

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Arne Zank (l) und Dirk von Lowtzow von der Band Tocotronic spielen am 28.01. 2013 in Hamburg auf der Bühne des Thalia Theaters. Die Hamburger Band, deren Name sich von einer japanischen Spielkonsole ableitet, wurde 1993 gegründet.

Hamburg - Die Hamburger Band Tocotronic hat ihrem Heimpublikum am Montagabend erstmals die Songs ihres neuen Albums "Wie wir leben wollen" präsentiert. Am 6. März spielen Tocotronic im Bremer Modernes.

Früher wollten Tocotronic „Teil einer Jugendbewegung“ sein, wie es in einem ihrer bekanntesten Lieder heißt. 20 Jahre nach ihrer Gründung hat die Band um Sänger von Lowtzow längst ihren festen Platz in der deutschen Musikszene - was sie mit ihrem neuen Album unterstreicht. 

An ungewöhnlicher Stätte hat die Hamburger Band Tocotronic ihrem Heimpublikum erstmals die Songs des neuen Albums „Wie wir leben wollen“ präsentiert. Im Thalia Theater, dessen Ensemble ebenso wie das Indie-Quartett um Sänger Dirk von Lowtzow zu den Lieblingen des Feuilletons zählt, hatten am Montagabend etwa 1000 Zuhörer beim musikalischen Streifzug durch die zwanzigjährige Bandgeschichte ihre Freude.

Nach einem irritierend-sphärischen Intro begrüßte Frontmann von Lowtzow mit einem schlichten „Hallo Hamburg“ das Publikum - und los ging es mit der Präsentation des zehnten Albums. Und in dem spielen die Vier - mittlerweile alle über 40 - immer wieder darauf an, dass sie wie viele ihrer treuen Fans in die Jahre gekommen sind.

Eine Rezension zum Album "Wie wir leben wollen" gibt es hier. 

So etwa in dem Song „Vulgäre Verse“, in dem von Lowtzow singt: „20 Jahre sind eine lange Zeit/Doch sollte man nicht kleinlich sein/Als lebender Leichnam glaube ich daran:/The Show must go on“. Zwar standen die Lieder ihres in der Vorwoche erschienen Albums im Mittelpunkt, doch vor allem bei den altbekannten Songs wie „Freiburg“, „Drüben auf dem Hügel“ oder „This boy is Tocotronic“ begeisterten Tocotronic ihr Publikum.

„Ihr seid sehr, sehr, sehr gut zu uns“, rief von Lowtzow den Fans zu - gepaart mit dem Hinweis, dass im Thalia-Theater „übrigens kein Sitzzwang“ bestehe. Doch abgesehen von einigen wenigen blieb ein Großteil der Zuhörer auf den Sesseln kleben, was durchaus ungewohnt für ein Tocotronic-Konzert war. Erst bei den Zugaben hielt es dann keinen mehr auf den Sitzen - und für die letzten 20 Minuten fühlte es sich dann fast so an wie immer bei den Auftritten der Hamburger Indie-Heroen. dpa
 

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