Neue deutsche Welle

 „A Summer´s Tale“ setzt auf vorwiegend nationale Künstler

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Nach seinen Auftritten beim Hurricane ist Passenger alias Mike Rosenberg im kommenden Jahr auch auf dem Dressurplatz in Luhmühlen beim „A Summer’s Tale“ zu hören.

Luhmühlen - Von Ulla Heyne. Hurricane, Reload, Appletree – rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft lassen die Festival-Organisatoren ihre ersten Bandwellen durch die Medien schwappen. Da macht das „A Summer‘s Tale“, das im kommenden Jahr vom 1. bis 4. August in Luhmühlen bei Lüneburg in die vierte Runde geht, keine Ausnahme. Die fünf Namen, die der Veranstalter unlängst verkündete, bergen allerdings einige Überraschungen.

Ganz oben auf dem Line-Up steht ein alter Festival-Recke: „Passenger“ alias Mike Rosenberg hat bereits diverse Male beim Hurricane-Festival von FKP Scorpio, der auch beim Boutiquefestival „A Summer‘s Tale“ die Fäden zieht, für Begeisterung vor allem beim zumeist weiblichen Publikum gesorgt. Zumindest bei diesem Headliner dürften viele Mütter und Töchter sich musikalisch einig sein.

Ein eher älteres Klientel werden vermutlich „Fury in the Slaughterhouse“ anziehen. Gerade feiern die erfolgreichen Deutschrocker der 90er-Jahre ein Comeback nach dem nächsten. Auch wenn sie stets beteuern, dass dies nicht als Wiedervereinigung der Band zu verstehen ist, die 2008 ihren Abschied gab, spielen die Gebrüder Wingenfelder nach einer gerade beendeten Tournee im kommenden Sommer auf dem Dressurplatz in der Lüneburger Heide und erinnern gestandenere Festivalisten mit ihren Hits wie „Time to Wonder“ oder „Radio Orchard“ an die eigene Jugend.

Line-Up eine allgemeine Trendwende?

Altersmäßig nur einige Jahre darunter angesiedelt ist Kettcar. Nachdem Marcus Wiebusch lange Zeit auf Solopfaden gewandelt war, haben die Hamburger mit dem im Oktober erschienenen, nunmehr fünften Album „Ich vs. wir“ allen Grund, sich in Luhmühlen ein Stelldichein zu geben. Ähnlich verhält es sich mit Gisbert zu Knyphausen. Auch er hat neue Songs im Gepäck; sie stammen vom jüngsten Album „Das Licht der Welt“. Eine Gemeinsamkeit nicht nur zwischen dem Songwriter und Kettcar, sondern auch der Indie-Popperin Kat Frankie, dem letzten Namen im Bunde: Alle drei wurden durch ihre Auftritte und Tourneen der Kult-Musikreihe und Kaderschmiede „TV Noir“ einem breiteren Publikum bekannt.

Lässt sich in der Besinnung auf vorwiegend deutsche Künstler der ersten Bandwelle eine Trendwende ausmachen? Dafür ist es wohl noch zu früh. Die Veranstalter stellen für die kommenden Wochen noch zahlreiche weitere Ergänzungen im Line-Up in Aussicht. Und dann winkt ja noch das breit gefächerte Kulturprogramm, für das dieses Festival vor allem bekannt ist – unter anderem mit Lesungen, Comedy, Performances und Workshops. Auch mit Blick hierauf dürften Freunde des Familienfestivals auf namhafte Künstler, Autoren und spannende Neuentdeckungen gespannt sein.

Tickets für das „A Summer‘s Tale“ sind ab 49 Euro (Musik-Tagestickets) in unterschiedlichen Varianten über asummerstale.de/de/ticket erhältlich. Besucher können dort individuell wählen, ob sie den gesamten Festivalzeitraums oder an bestimmten Tagen kommen möchten. Ebenso gibt es im Internet unterschiedliche Übernachtungsmöglichkeiten (ohne Übernachtung, mit Camping, mit Komfortcamping) und Familientickets.

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