Eurodance in der Stadthalle

Der Strahlemann aus dem Boboversum

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DJ Bobo ruft mit dem Schild zur Party auf.

Bremen - Samstagabend, ein Teil der Nation sitzt vor dem Fernseher und zelebriert den ESC. Jenen Wettbewerb, in dem der DJ Bobo mit „Vampires are alive“ 2007 den Sieg für die Bundesgenossen nach Hause bringen wollte – und schon im Halbfinale rausflog. Macht nichts. Rettet der 51-Jährige eben die 7000 Besucher in Bremen.

Wie einer der Avengers kommt der Schweizer per Videoanimation, ganz in der Tradition seiner aufwändigen Bühnenshows, aus dem All auf die ÖVB-Arena nieder. Es soll nicht der einzige spektakuläre, das Ich überhöhende Auftritt in den kommenden zwei Stunden und zwanzig Minuten bleiben: mal entsteigt der Strahlemann aus dem Boboversum dem Bühnenboden, mal entschwindet er gen Himmel – Stairway to Heaven lässt grüßen. Klingt peinlich? Ist es keineswegs, setzt Bobo dem lustvoll zelebrierten Egokult doch eine gute Portion Selbstironie dagegen. So plaudert er von den 1000 Platten des zweiten Albums („950 liegen noch im Keller“). Dazu kommt der große Respekt vor dem Publikum: Beim Appell zur angeleiteten Ekstase vergisst er nie das „Bitte“.

Das Rezept für den Besuch im Boboversum ist auch nach 27 Jahren im Showbiz unverändert, wie auch die Struktur der Lieder im von ihm geprägten „Eurodance“-Stil der 90er: Laser, Flammen, dazu eine ganze Armada fantastischer Tänzer und Sänger, neben Ehefrau Nancy Jessy Rich, die dem stimmlich nach einer eng terminierten Tournee etwas gebeutelten Meister ausdrucksstark zur Seite steht. Und inhaltlich? Titel wie „Respect yourself“, „We are what we are“ oder „There´s a Party” setzen den Maßstab. „Feiern, Genießen, Tanzen“ – die Frohnatur aus der Schweiz hat schon bei der Begrüßung klar gemacht, worum es gehen soll. Das wirkt befreiend – so lässt man sich doch gern auf kollektives Handyschwenken und Hüpfkurs ein.

DJ Bobo liefert Show-Spektakel in der Bremer Stadthalle

DJ Bobo in der Bremer Stadthalle
 © Ulla Heyhe
DJ Bobo in der Bremer Stadthalle
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DJ Bobo in der Bremer Stadthalle
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DJ Bobo in der Bremer Stadthalle
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DJ Bobo in der Bremer Stadthalle
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DJ Bobo in der Bremer Stadthalle
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DJ Bobo in der Bremer Stadthalle
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DJ Bobo in der Bremer Stadthalle
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DJ Bobo in der Bremer Stadthalle
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DJ Bobo in der Bremer Stadthalle
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DJ Bobo in der Bremer Stadthalle
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DJ Bobo in der Bremer Stadthalle
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DJ Bobo in der Bremer Stadthalle
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DJ Bobo in der Bremer Stadthalle
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DJ Bobo in der Bremer Stadthalle
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DJ Bobo in der Bremer Stadthalle
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DJ Bobo in der Bremer Stadthalle
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DJ Bobo in der Bremer Stadthalle
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DJ Bobo in der Bremer Stadthalle
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DJ Bobo in der Bremer Stadthalle
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DJ Bobo in der Bremer Stadthalle
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DJ Bobo in der Bremer Stadthalle
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DJ Bobo in der Bremer Stadthalle
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DJ Bobo in der Bremer Stadthalle
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DJ Bobo in der Bremer Stadthalle
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DJ Bobo in der Bremer Stadthalle
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DJ Bobo in der Bremer Stadthalle
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DJ Bobo in der Bremer Stadthalle
 © Ulla Heyhe

Jenseits des unbeschwerten Badens im Stampfrhythmus und Choreografien zwischen Jane Fondas Aerobic- und heutiger Makarena-Ästhetik sind einige schöne Einfälle und sogar poetische Momente auszumachen: Als der Zeremonienmeister im Frack zu „Take me higher“ ein Drohnenballett aus Himmelslaternen dirigiert oder bei „Save you“ vom jüngsten Album mit einem Mädchen aus Kreide interagiert. Und wenn er in „United Nations“, einem der neuen Titel, zu dem Bilder seines ehrenamtlichen Engagements in Dritte-Welt-Ländern eingeblendet werden, zu „a little Peace“ aufruft, dann knüpft das fast schon wieder ein bisschen an den ESC an – Nicoles „Ein bisschen Frieden“ lässt grüßen.

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