Programm für die Saison 2018/2019 präsentiert

Stadttheater Bremerhaven: Mit erhöhtem Etat und Blick auf Amerika

Das Team des Stadttheaters Bremerhaven stellt die Spielzeit vor: Sergei Vanaev, Juliane Piontek, Marc Niemann, Ulrich Mokrusch, Michael Frost, Tanja Spinger, Peter Hilton Fliegel und Nadja Hess. - Foto: Manja Herrmann
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Das Team des Stadttheaters Bremerhaven stellt die Spielzeit vor: Sergei Vanaev, Juliane Piontek, Marc Niemann, Ulrich Mokrusch, Michael Frost, Tanja Spinger, Peter Hilton Fliegel und Nadja Hess.

Bremerhaven - Von Wolfgang Denker. Zu Beginn der Pressekonferenz zur Spielzeit 2018/2019 des Stadttheaters Bremerhaven verkündete Kulturdezernent Michael Frost gute Nachrichten: Der Etat des Theaters wird um 160 000 Euro erhöht. Zudem wird an einem Kontrakt gebastelt, der über einen mehrjährigen Zeitraum für Planungssicherheit sorgen soll. Und auch die Zusammenarbeit zwischen Schule und Theater wird weiter und intensiver gefördert.

Blick frei also auf die kommende Spielzeit. Und dieser Blick ist nach Amerika gerichtet. „Das letzte Theater vor New York“ steht in großen Buchstaben auf dem Spielzeitheft. Dabei wolle man sich das Bild von Amerika nicht von einem Menschen mit orangefarbener Frisur vorschreiben lassen, meint Intendant Ulrich Mokrusch schmunzelnd.

Eröffnet wird die Saison wieder mit einem Musical; diesmal ist es „Sunset Boulevard“ (22. September) von Andrew Lloyd Webber und wird komplett aus dem eigenen Ensemble besetzt. Mozarts „Zauberflöte“ (3. November) hat zwar keinen Bezug zu Amerika, wohl aber Puccinis „Madama Butterfly“ (als Weihnachtspremiere am 25. Dezember) und „Die Herzogin von Chicago“ (9. Februar 2019). In dieser relativ unbekannten Operette von Emmerich Kálmán wird auch musikalisch eine Brücke zwischen Amerika und Europa geschlagen. Mit „Gier nach Gold – Mc Teague“ (23. März 2019), einer Oper des amerikanischen Komponisten William Bolcom, wird eine deutsche Erstaufführung geboten. Im Mittelpunkt des Werkes, das mit Mord und Totschlag endet, steht ein Zahnarzt.

Oper entführt nach Südamerika

Die Tango-Oper „María de Buenos Aires“ (27. April 2019) entführt nach Südamerika und wird gemeinsam von Mokrusch und Ballettchef Sergei Vanaev inszeniert. Komplettiert wird das Opernangebot mit „Mariechen von Nimwegen“ (8. Juni 2019) von Bohuslav Martinu. Der Stoff beruht auf einem Mysterienspiel aus dem 16. Jahrhundert.

Im Schauspiel wird mit dem Klassiker „Nora“ (28. September) von Henrik Ibsen gestartet, gefolgt vonJoseph Roths „Hiob“ (29. September). Das Stück erzählt die Geschichte von Mendel Singer, der mit seiner Familie nach New York auswandert. Der „Tod eines Handlungsreisenden“ (10. November) von Arthur Miller ist geradezu ein amerikanischer Klassiker. „Talk Radio“ (14. Dezember) von Eric Bogosian handelt von einer Radio-Sendung in Dallas, bei der der Moderator mit anonymen Anrufern spricht. Ein Stück wie „Facebook in analog“, das viel Spannung verspricht.

Komödien und Ballettprojekte

„Extremophil“ (16. Februar 2019) von Alexandra Badea wurde bisher nur in Österreich und in Bochum aufgeführt und zeigt das Schicksal von drei ganz unterschiedlichen Menschen. „Cabaret“ (23. Februar 2019) von John Kander ist hingegen ein Klassiker unter den Musicals. „Wir sind die Neuen“ (30. März 2019) ist eine Komödie über eine Alters-WG nach einem Film von Ralf Westhoff. „Brand. Eine deutsche Familiengeschichte“ (11. Mai 2019) von Bettina Erasmy spielt in Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg. Greta träumt von Amerika und Fritz vom Wiederaufbau.

Im Ballett gibt es wieder mehrere Projekte, die Tanztage (13. bis 19. Mai 2019) und die Ballettgala (25. Juni 2019). Hauptwerk ist „Ein Sommernachtstraum“ (20. Oktober). Neben der Musik von Felix Mendelssohn gibt es auch das 1. Violinkonzert von Philip Glass zu hören, womit wieder der Bogen nach Amerika geschlagen ist.

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