Neu und lesenswert: Jürgen Breests Bremen-Krimi „Die Bestie vom Bürgerpark“ / Neuer Fall für Spengler und Friedberg

Scharfer Blick auf verkorkste Existenzen

Kreiszeitung Syke
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Syke - Von Ilse-Marie VogesDer neue Bremen-Krimi von Jürgen Breest ist gerade erschienen. Der Autor arbeitete jahrelang bei der ARD, verfasste diverse Drehbücher und war Regisseur für Dokumentarfilme.

Bekannt ist der in Syke-Barrien aufgewachsene Schreiber und Filmemacher auch als Regisseur der Loriot-Filme. Für seinen Krimi „Schade, dass du ein Miststück bist“ wurde er mit dem Glauser-Preis ausgezeichnet. Im Igel-Verlag sind mit dem neuen Krimi von Breest vier Bremen-Krimis erschienen.

Im Fokus des jüngsten Buches „Die Bestie vom Bürgerpark“ steht wieder das Ermittlerduo Spengler und Friedberg. Ein übel zugerichteter Obdachloser wird im Bremer Bürgerpark tot aufgefunden. Die Verletzungen deuten auf den Angriff eines wilden Tieres hin. Den Ermittlern wird allerdings schnell klar, dass der Mann ermordet wurde. Zudem scheint das Opfer nur auf den ersten Blick zum Obdachlosen-Milieu zu gehören. Offenbar versucht hier jemand, seine Tat als das Werk der so genannten „Bestie vom Bürgerpark“ zu tarnen, die dort seit Wochen ihr Unwesen treibt.

Im Umfeld des Opfers finden die Kommissare gleich mehrere Mordmotive: Stück für Stück rekonstruieren sie eine Biographie, in der ein grandioser Immobilienbetrug fast harmloseste Vergehen in einem Netz aus Lügen, Laster und Verrat ist. Der Ermordete entpuppt sich als skrupelloser Geschäftsmann, der nach längerer Haftstrafe aus seinem bürgerlichen Leben verschwand. Opfer seiner Machenschaften sind nicht nur ehemalige Geschäftspartner und Kunden, sondern auch Ehefrau und Kinder.

Die Stadt Bremen und ihr Umland werden auf der Suche nach der „Bestie in Menschengestalt“ gründlich durchgekämmt. Doch wohin sich die Ermittler auch wenden – es kommt mehr Schuld als Unschuld ans Tageslicht, und ein wahrer Sündenpfuhl breitet sich vor ihnen aus.

Kommissar Spengler ist nicht allzu leicht zu erschüttern. Er ist ein alter Hase, seine Zusammenarbeit mit dem jüngeren Kollegen Friedberg trotz Divergenzen seit Jahren eingespielt. Dieses Mal aber läuft nicht alles in gewohnten Bahnen. Da ist die attraktive junge Kommissaranwärterin, die dem Team zugewiesen wird; da sind diese kaum mehr zu leugnenden körperlichen Verschleißerscheinungen.

Jürgen Breests scharfer Blick auf verkorkste Existenzen und zwischenmenschliche Dramen macht in diesem Band nicht Halt beim Kreis der Verdächtigen. Auch an den emotionalen Turbulenzen des leitenden Ermittlers darf der Leser in Spenglers Fall teilhaben. Eine wahrhaft unterhaltsame Beigabe zu der gewohnt packenden Mixtur aus Spannung, Psychologie und Ironie vor einer authentischen Bremer Kulisse.

Am 19. September 2012 liest Jürgen Breest um 19 Uhr in der Bremer Stadtbibliothek aus dem neuen Krimi.

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