Wegen Sturmtief „Sabine“

“Bayern 3“-Hörer empört über „Panikmache“ - Wetter-Expertin reagiert deutlich

Ein Hörer äußerte live auf Bayern 3 seinen Unmut zu Sturmtief „Sabine“. (Symbolbild)
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Ein Hörer äußerte live auf Bayern 3 seinen Unmut zu Sturmtief „Sabine“. (Symbolbild)

Empörung live auf Sendung: Ein „Bayern 3“-Hörer ließ Dampf ab und warf indirekt auch dem Sender „Panikmache“ vor. Das ließ sich eine Wetter-Expertin am Mikro nicht bieten.

  • Tagelang wütete Sturmtief „Sabine“ über Deutschland und Bayern.
  • Der Radiosender „Bayern 3“ hat am Montag seine Zuhörer gefragt, wie ernst sie den Sturm nehmen und ob sie die Warnungen für übertrieben halten.
  • Prompt meldete sich ein Zuhörer und sorgte für Empörung.

München - Seit Sonntag fegte Sturmtief „Sabine“ über Bayern und hat für viel Chaos gesorgt. Schulen blieben geschlossen, die Stromversorgung war teilweise nicht möglich* und unzählige Male musste die Feuerwehr ausrücken, in Südtirol kam es sogar zu einem Mega-Blackout. Mittlerweile droht Deutschland schon die nächste Sturmfront*. Doch für einen Hörer der Bayern 3-Sendung „Bayern 3 und DU mittendrin“ am Montagvormittag (10. Februar) ist das alles nicht so wild. Er hält die Berichterstattung des Senders für „übertrieben“ und sorgt live für einen Eklat.

Bayern 3 und Sturmtief „Sabine“: Live in der Sendung: Zuhörer empört sich über Berichterstattung

Gegen 10 Uhr stellten Moderatorin Claudia Conrath und Ines Maria Weiß aus dem Bayern 3-Wetterteam die Frage, ob denn die Zuhörer das Sturmtief „Sabine“ auch derartig ernst nehmen würden oder vielleicht gelassener damit umgehen. Nun hatten Zuhörer die Möglichkeit, ihre Meinung zu „Sabine“ abzugeben. Und prompt meldet sich „Stefan“ am Telefon und legt sofort los: „Ich finde diese Panikmache mittlerweile echt nervig. Zwei Tage lang wurde so getan, als würde die Welt untergehen, als würde die Menschheit aussterben.“ 

Eklat auf Bayern 3: Zuhörer echauffiert sich über Sturmtief „Sabine“ - Berichterstattung

Dem Zuhörer scheint die Berichterstattung also ordentlich gegen den Strich zu gehen. Ines Maria Weiß, Wetter-Expertin für Bayern 3, kann das Statement des Zuhörers dagegen nicht nachvollziehen. Schließlich spreche man über Orkanböen von bis zu 120 km/h. „Nur weil gerade jemand seinen Kaffee in so einer Flaute trinkt, kann man nicht auf die bayernweite Risiko-Lage schließen.“ Dazu zählte sie das „Seitenwind-Fiasko“ auf den Straßen, umfallende Bäume und eine allgemeine Gefahrenlage unter freiem Himmel.

Video: Update zum Deutschlandwetter

Sturmtief „Sabine“: Zuhörer echauffiert sich auf Bayern 3 - Moderatorin empört

Weiter erklärt Weiss, dass es richtig sei, Schulen zu schließen, Bahnen wie in München* stehen zu lassen und Flieger, die sonst zu brenzligen Landungen ansetzen müssten, nicht abheben zu lassen. Warnungen in dieser Deutlichkeit seien absolut gerechtfertigt, auch wenn zwischendurch nicht ganz so starke Böen zu spüren seien. Für das Wetterteam ist die Empörung des Hörers also nicht im Ansatz zu verstehen.

Sturmtief Sabine zog Anfang der Woche über Bayern und brachte Böen bis zu 120 km/h mit. Ein Mann wurde von einer Böe erfasst - er starb. Es handelt sich um einen Ex-Bürgermeister.

In Rosenheim wurde eine Schule für zwei Tage geschlossen. Grund: In manchen Klassen waren die Hälfte aller Schüler krank. Schnell gab es Gerüchte: Ist es das Coronavirus?

Seit Wochen beherrscht turbulentes Wetter den Freistaat. Der DWD hat für den heutigen Sonntag Unwetterwarnungen herausgegeben, die drastische Konsequenzen haben.*

*tz.de/Merkur.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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