Messungen der Lautstärke vor Ort

Eine Lösung für Konzerte in der Lila Eule soll her

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Bei der "Das Viertel lebt!"-Nacht war der Platz vor der Lila Eule sehr voll. Der Regelfall sieht anders aus. Für die Situation bei Konzerten will das Stadtamt nun die Lautstärke messen.

Bremen – Im Konflikt um Lautstärke zwischen einer Nachbarin und dem Bremer Club Lila Eule sucht nun das Stadtamt nach einer Lösung. Wie Stadtamtsleiterin Marita Wessel-Niepel mitteilt, soll eine einvernehmliche Regelung zur Durchführung von Konzerten erreicht werden.

Das Verwaltungsgericht Bremen hatte in einem Eilverfahren beschlossen, dass die Lila Eule in der Nacht von Donnerstag auf Freitag weiter die Studentennacht veranstalten darf und durchgehend öffnen kann (wir berichteten) . Damit wurde bestätigt, dass die Sperrzeit für die sogenannte Studentennacht aufgehoben bleibt. Im Zusammenhang mit der kontrovers geführten Debatte im Viertel unternimmt das Stadtamt den Versuch, eine Lösung für das Veranstalten von Konzerten zu erreichen.

Bisher hat das Stadtamt der Lila Eule die Erlaubnis für zwölf Konzerte pro Jahr sowie sechs weitere Veranstaltungen aus besonderen Anlässen (Karneval, Silvester oder Tanz in den Mai) erteilt. Nach der Entscheidung des Verwaltungsgerichts sei dies derzeit allerdings zu unbestimmt, da laut dem Amt keine Immissionswerte festgelegt wurden.

Um die Konzerte nun weiterhin zu ermöglichen, will das Stadtamt laut Mitteilung zur Bestimmung notwendiger Lärm-Grenzwerte bei dem nächsten Konzert Messungen in der Lila Eule selbst sowie in der Nachbarschaft der umliegenden Wohnungen und Häuser vornehmen. Das Verfahren soll mit der Betreiberin und der Anwohnerin, die wegen Lärmbelästigungen das Gericht angerufen hatte, besprochen werden.

Stadtamtsleiterin Marita Wessel-Niepel wird in der Pressemitteilung dazu wie folgt zitiert: "Wir hoffen damit zu erreichen, dass es auch weiterhin unter Berücksichtigung der berechtigten Interessen der unmittelbar betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner möglich sein wird, Konzerte zu veranstalten. Zu begrüßen wäre, wenn durch diese Vorgehensweise eine einvernehmliche Regelung erzielt und weitere gerichtliche Verfahren vermieden werden könnten."

Die Betreiber der Lila Eule und auch der Anwohner-Anwalt Andreas Reich hatten sich zu dem Verfahren ausführlich geäußert und die Probleme aus ihrer Sicht dargestellt. pfa

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