Musikfest Bremen feiert 30. Geburtstag

Stargast zum runden Geburtstag: Anna Netrebko singt beim Musikfest Bremen. Foto: VLADIMIR SHIROKOV

Bremen - Von Rolf Stein. Da gibt sich sogar der ansonsten bei Pressekonferenzen gern seiner Staatsrätin für Kultur den Vortritt lassende Bremer Kultursenator die Ehre: Das Musikfest wird 30 Jahre alt. Und natürlich ist das ein Grund, das mittlerweile mit wohlklingenden Namen ohnehin schon regelmäßig recht gut bestückte Festival mit einem besonderen Glanzlicht zu schmücken. Musikfest-Intendant Thomas Albert durfte gestern dann auch stolz verkünden, dass es endlich gelungen sei, Anna Netrebko zu verpflichten. Was bedeutet, dass Sie vielleicht vor dem Weiterlesen schon einmal versuchen sollten, Karten zu ergattern. Der Vorverkauf hat nämlich gerade eben begonnen. Und die Glocke, wo Netrebko auf ihre unnachahmliche Art ewige Preziosen der italienischen Opernliteratur interpretieren wird, die Glocke hat nun einmal eine begrenzte Anzahl von Sitzplätzen.

Alles weitere Programm ist freilich, um es in den Worten von Thomas Albert zu sagen, wunderbar bis furios, aber eine Netrebko gibt es eben nur einmal. Immerhin: Mit einem Liederabend der Sopranistin Diana Damrau steht ein weiteres prominentes Musikfest-Debüt auf dem Programm. Und selbstredend freuen sich nicht nur treue Fans des Festivals auf Begegnungen mit Dirigenten wie Teodor Currentzis und Jérémie Rohrer, dem Pianisten Fazil Say, der eine ganz neue Komponistin mitbringt, dem Schlagzeuger Martin Grubinger und vielen anderen Künstlern, die es sich nicht nehmen lassen, dem Jubilar zu gratulieren.

Nicht vergessen werden sollte darüber der andere große Jubilar – auch wenn er selbst es freilich nicht mehr miterleben darf: Vor 300 Jahren starb der große Orgelbauer Arp Schnitger, ein Kind des Nordens, erläutert Thomas Albert: Geboren in der Wesermarsch, dort, wo heute Brake ist, und gestorben in Hamburg, baute er mehr als 100 Orgeln, vor allem in Nordeuropa, aber auch in Portugal. Das Arp-Schnitger-Festival im Rahmen des Musikfestivals würdigt die umfangreichen Hinterlassenschaften dieses Giganten.

Und natürlich gibt es auch in diesem Jahr die Reihe Surprise im BLG-Forum in der Bremer Überseestadt, viele Ausflüge in die Umgebung, die bis nach Groningen zur einen, bis Hamburg in der anderen Richtung reicht. Während zur Eröffnung auch in diesem Jahr eine „Große Nachtmusik“ gefeiert wird, die die Bremer Altstadt zum Klingen bringt. Carsten Sieling verkündete der Presse, dass gutes Wetter schon gebucht sei. Und selbst wenn das nicht klappt, kann eigentlich kaum etwas schiefgehen – versprochen.

Zum Nachlesen

musikfest-bremen.de

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