Movimentos-Festival muss wegen VW-Krise sparen

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Das Movimentos-Festival in Wolfsburg muss wegen VW-Krise sparen.

Wolfsburg - Deutsche Schauspieler und internationale Stars stehen auch in diesem Frühjahr bei den Movimentos-Festwochen auf der Bühne. Allerdings werden es weniger sein als im vergangenen Jahr: Wegen der Abgas-Krise bei VW muss das Festival sparen.

Der Dieselskandal bei Volkswagen trifft auch die Movimentos-Festwochen in Wolfsburg. Wegen der Krise des Autobauers wird das Programm des Kulturfestivals gekürzt. 20 Prozent des ursprünglich geplanten Budgets seien eingespart worden, sagte am Donnerstag der Geschäftsführer der VW-Autostadt, Otto Wachs. Die Autostadt organisiert das Festival, sie ist nicht nur das Auslieferungszentrum für Neuwagen von VW, sondern zugleich auch Museum und Kulturzentrum von Volkswagen.

Die meisten Einsparungen beträfen die Organisation und nicht die Kulturveranstaltungen selbst, sagte Wachs. Allerdings sei das Festival auch um ein paar Tage reduziert worden. So sind in diesem Jahr zwischen dem 2. April und dem 10. Mai 61 Veranstaltungen geplant, im vergangenen Jahr waren es sechs mehr.

„Was uns wichtig ist, ist dass wir nicht an der Qualität, an der künstlerischen Leistung sparen. Wir haben uns deshalb eben entschieden, eine Company weniger zu nehmen oder ein Popkonzert ausfallen zu lassen“, sagte Wachs bei der Vorstellung des Programms.

Auf der Bühne werden unter anderem Schauspielerin Caroline Peters, Geigerin Julia Fischer und Tanzgruppen aus aller Welt erwartet. Das Festival steht in diesem Jahr unter dem Motto „Liebe“. „Mit Liebe als Thema haben wir die große Chance, eine Botschaft in die Welt zu senden“, sagte die künstlerische Leiterin der Festwochen, Maria Schneider. Liebe bedeute in Zeiten, in denen fremde Menschen Schutz in Deutschland suchten, auch Nächstenliebe. „Liebe kann unter vielen Aspekten betrachtet werden“, sagte Schneider.

Die Bandbreite des Themas spiegelt sich in den Tanzvorführungen, Konzerten, Theaterstücken und Lesungen. Vortragen werden eine ganze Reihe bekannter Schauspieler. Der Österreicher Philipp Hochmair liest aus Tolstois „Anna Karenina“, Johanna Wokalek und Michael Maertens lesen „Paare“ von Botho Strauß.

Außerdem zeigen fünf internationale Tanzensembles ihre Produktionen. Den Auftakt macht die Kompanie von José Montalvo, mit der Deutschlandpremiere von „Y Olé“ am 8. April. Zu den Movimentos-Festwochen werden rund 30 000 Besucher erwartet.

dpa

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