Israel im Fokus der Bremer „Jazzahead“

Die Messe boomt

Bremen - Von Andreas SchnellEs darf durchaus als Zeichen der Wertschätzung gesehen werden, dass die Pressekonferenz zur diesjährigen „Jazzahead“ im Rathaus stattfand und Hausherr Jens Böhrnsen selbst die Sitzung eröffnete.

Die Jazzahead hat sich zur weltweit größten Jazz-Fachmesse entwickelt, nach wie vor wächst die Zahl der Aussteller, auch in diesem Jahr werden die Vorjahreszahlen wohl wieder übertroffen werden, Teilnehmer aus 45 Ländern werden erwartet.

Aber nicht nur der Zuspruch der Branche ist enorm. Auch das Publikum weiß das Programm zu schätzen, das in diesem Jahr noch einmal erweitert wurde. Nicht nur, dass die Messe selbst um einen halben Tag verlängert wurde. Das Rahmenprogramm ist dieses Jahr so vielfältig wie nie zuvor. Nachdem in den vergangenen beiden Jahren die Türkei und Spanien als Partnerländer das Programm der Jazzahead bereicherten, kommt diese Rolle diesmal Israel zu. Und dabei geht es nicht nur um Musik.

Schon am 17. März stellt der berühmte israelische Schriftsteller Yoram Kaniuk in der Buchhandlung Storm in Bremen sein neues Buch „1948“ vor, am 20. März eröffnet in der Bremer Bürgerschaft eine Ausstellung mit Fotografien von Rudi Weissenstein, der zu den bedeutenden Chronisten Israels gehörte. Und wer sich kulinarisch mit Israel beschäftigen will, kann das im Park-Hotel tun, wo Tom Franz, ein zum Judentum konvertierter Rheinländer, eine Woche lang koscher kocht. Franz hat kürzlich den ersten Platz in der beliebtesten Kochsendung im israelischen Fernsehen gewonnen.

Aber natürlich steht bei der „Jazzahead“ nach wie vor die Musik im Mittelpunkt. Der in New York lebende israelische Kontrabassist Avishai Cohen gibt mit seinem Trio ein Gala-Konzert in der Glocke, der Eröffnungsabend im Schlachthof gehört ebenfalls der israelischen Szene.

Podium für die

deutsche Jazz-Szene

Ein wichtiger Bestandteil der „Jazzahead“ ist seit jeher die German Jazz Expo, die sich der Förderung des deutschen Jazz widmet. Und das mit Erfolg, wie Peter Schulze, neben Uli Beckerhoff künstlerischer Leiter der „Jazz ahead“, betont: Deutsche Musiker würden zunehmend international gebucht. Eine Overseas Night und das European Jazz Meeting vervollständigen das Programm.

Natürlich ist eine Jazzahead nicht komplett ohne den Skoda-Award, der in diesem Jahr an den legendären niederländischen Schlagzeuger Han Bennink verliehen wird. Benninks Bedeutung für den europäischen Jazz kann kaum hoch genug bewertet werden, bis heute ist er als stilistisch enorm vielseitiger Musiker ein wichtiger Impulsgeber für die internationale Jazz-Szene.

25.-28. April, Messe Bremen, http://www.jazzahead.de

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