Kurt-Hübner-Preis für Regisseurin Alize Zandwijk

Alize Zandwijk 
 Foto: Jörg Landsberg
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Alize Zandwijk Foto: Jörg Landsberg
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Bremen – Der Kurt-Hübner-Preis der Bremer Theaterfreunde geht in diesem Jahr an die Regisseurin Alize Zandwijk. Erstmals wird auch ein Nachwuchspreis vergeben. Diesen erhält der 26-jährige Dirigent Killian Farrell. In der Jurybegründung heißt es: „Mit ,Vögel‘ von Wajdi Mouawad gelang der leitenden Regisseurin des Schauspiels zu Beginn dieser abgebrochenen Spielzeit ein sehr intimer, gleichwohl sehr politischer und ungeheuer intensiver Theaterabend, ein Paradebeispiel für die große Könnerschaft, die Zandwijk und ihr überragend agierendes Schauspiel-Ensemble auszeichnet. Genauso intensiv, aber ganz anders war ihre zweite Arbeit mit elf Jungen bzw. jungen Männern im Kleinen Haus: ,Frühlingserwachen‘. Zum Zerreißen gespannt, in ständiger Bewegung, schutzlos sich allen Impulsen ausliefernd und trotzdem unerschrocken, entdecken und erspielen sich ihre jungen Akteure Sexualität, Einsamkeit und Freundschaft.“

Zandwijk begann ihre Karriere in der Off-Szene. Später arbeitete sie für die Toneelgroep Amsterdam und Stella Den Haag. 1998 bildete sie gemeinsam mit Guy Cassiers die künstlerische Leitung des Rotterdamer RO Theater, 2006 wurde sie dort künstlerische Direktorin. Seit 2003 inszeniert sie regelmäßig in Deutschland. Am Theater Bremen gab sie in der Spielzeit 2012/13 ihr Debüt mit Dea Lohers „Das Leben auf der Praça Roosevelt“, seit der Spielzeit 2016/17 ist sie leitende Regisseurin im Schauspiel am Theater Bremen.

Der Nachwuchspreis der Bremer Theaterfreunde wird in diesem Jahr erstmalig vergeben, er ist mit 2 000 Euro dotiert. Mit dem Preis sollen junge Theaterkünstler ausgezeichnet werden, die aufgrund ihrer Leistung und Persönlichkeit als besonders förderungswürdig erscheinen. Er wird gemeinsam mit dem 1996 ins Leben gerufenen Kurt-Hübner-Preis vergeben. Der erste Preisträger ist Killian Farrell.

Der aus Dublin stammende Dirigent ist seit 2017 am Theater Bremen engagiert und wird zur kommenden Spielzeit im Alter von gerade einmal 26 Jahren Erster Kapellmeister. Die Jury zeigte sich im Hinblick auf die Bremer Aufführung Oper „Jakob Lenz“ von Wolfgang Rihm, die Farrell musikalisch leitete, „beeindruckt von der Souveränität, mit der Killian Farrell die musikalischen Fäden in einem besonderen Musiktheater-Setting zusammenzuhalten wusste und so ein überzeugendes Plädoyer für die Relevanz der Neuen Musik in der Oper lieferte“.

Der Kurt-Hübner-Preis ist mit 5 000 Euro dotiert, die Jury bestand aus Michael Börgerding (Intendant Theater Bremen), Ursula van den Busch (Theaterfreunde), Rainer Glaap (Theaterfreunde), Christine Gorny (Radio Bremen), Iris Hetscher (Weser-Kurier), Lore Kleinert (Theaterfreunde), Daniel de Olano (Theaterfreunde), Peter Schulz (Freier Journalist) und Rolf Stein (Kreiszeitung) zusammen.  eb

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