„Livingstone“

Konzerttipp: Jungle By Night im Kleinen Haus

Jungle By Night Foto: PR

Bremen - Von Rolf Stein. Es wird kein Zufall sein, dass das Amsterdamer Nonett Jungle By Night ihr neuestes Album „Livingstone“ getauft hat - da liegt einem die Frage natürlich gleich auf der Zunge: „Dr. Livingstone, nehme ich an?“ Der berühmte schottische Missionar hatte bekanntlich sein Herz an Afrika verloren und den Kontinent ausgiebig bereist und erforscht.

Zumindest musikalisch darf das auch für Jungle By Night gelten. erkundeten sie doch auf früheren Alben nigerianischen Afrobeat und äthiopischen Jazz. Mit „Livingstone“ haben sie sich inzwischen vom Epigonentum weitestgehend emanzipiert. Afrikanische Musik spielt weiterhin eine zentrale Rolle bei ihnen, wirkt aber nun unterschwelliger, was sie daraus gelernt haben, entfaltet sich hier sehr wirkungsvoll in die Tiefe, schlägt sich in üppigen Texturen und warmen Grooves nieder, die zugleich entspannt sind und zum Tanzen anregen. Jazz, Funk, Disco und vieles mehr sind allerdings auch Teil des Spiels, in der Vergangenheit arbeiteten Jungle By Night schließlich auch schon einmal mit dem Hiphop-Produzenten Gaslamp Killer zusammen - „Brass Sabbath“ hieß das gemeinsame Baby. Erlesener Stoff, der sich auch auf der Bühne gut machen dürfte.

Jungle By Night Live:

Heute, 21 Uhr, Kleines Haus, Theater Bremen.

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